"Sketchy Muslims": Wie eine Comedy-Gruppe muslimischer Frauen London erobert
Nikolaus Schleich"Sketchy Muslims": Wie eine Comedy-Gruppe muslimischer Frauen London erobert
Eine neue, von Frauen geführte Muslim-Comedy-Gruppe sorgt in London für Furore. Die Sketch-Truppe Sketchy Muslims, die im November 2025 gegründet wurde, feiert am 8. und 9. Mai ihre erste Live-Show im Poplar Union in Ostlondon. Mit ihrem frischen Ansatz – humorvoll, aber verwurzelt im Alltag muslimischer Erfahrungen – hat die Gruppe bereits großes Interesse geweckt; die Tickets sind rasant verkauft.
Die Idee zu Sketchy Muslims entstand, als Noor Sobka und Luna Al-Kaisy sich bei einem Workshop für arabische Autor:innen in London kennenlernten. Verbunden durch ihre gemeinsame Begeisterung für US-Sitcoms, beschlossen sie, eine Comedy-Gruppe zu gründen, die ihr eigenes Leben widerspiegelt. Ihr Motto: „halal, aber nicht peinlich“ – statt expliziter Inhalte setzen sie auf scharfsinnige Texte und identifikationsstiftende Figuren.
Das Ensemble formierte sich über Mundpropaganda, Empfehlungen und soziale Medien. Künstlerinnen wie Adna Ahmed, Sajida Yasin und Saher Shah bringen vielfältige Hintergründe auf die Bühne. Ihre Sketche speisen sich aus Kindheitserinnerungen, kulturellen Eigenheiten und dem Alltag muslimischer Frauen.
Um ihr Debüt zu finanzieren, startete Sketchy Muslims eine Crowdfunding-Kampagne und gewann die Unterstützung muslimischer Unternehmen. Die Resonanz war überwältigend: Die Samstagsshow ist bereits ausverkauft, und auch die Freitagvorstellung ist fast ausgebucht.
Für die Zukunft planen Sobka und Al-Kaisy, das Projekt auszubauen – mit weiteren Live-Auftritten, Stand-up-Comedy-Abenden und Netzwerkveranstaltungen für muslimische Frauen in Film und Fernsehen.
Sketchy Muslims hat schnell Aufmerksamkeit erregt durch ihre einzigartige Mischung aus Humor und kulturellem Einfühlungsvermögen. Mit einem ausverkauften Debüt und wachsender Unterstützung bahnt die Gruppe muslimischen Frauen den Weg in die Comedy-Szene. Ihr Erfolg deutet auf eine vielversprechende Zukunft für inklusive, gemeindeorientierte Unterhaltung hin.






