Solingen setzt auf neuen Pressesprecher für bessere Krisenkommunikation
Irena RohtSolingen setzt auf neuen Pressesprecher für bessere Krisenkommunikation
Solingen ernennt neuen Pressesprecher, um Kommunikationsstrategie zu stärken
Die Stadt Solingen hat einen neuen Leiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit berufen, um ihre Kommunikationsstrategie zu verbessern. Tobias Kollig, ein lokaler Journalist mit engen Bezügen zur Stadt, wird die Position im April antreten. Seine Ernennung folgt auf Jahre der Kritik an der Krisenkommunikation der Stadt, insbesondere nach dem tödlichen Messerangriff beim Festival 2024 und anhaltenden Vorwürfen mangelnder Transparenz.
Solingen steht seit Langem vor Herausforderungen in der öffentlichen Wahrnehmung, vor allem seit dem Messerangriff am 26. Juli 2024 bei einem Stadtfest. Drei Menschen starben, acht wurden verletzt – die Attacke löste Empörung über langsame Krisenreaktionen und unklare Aussagen zu Integration und Sicherheit aus. Kritiker warfen der Stadt zudem vor, mit negativer Medienberichterstattung zu kämpfen, und forderten ein proaktiveres Vorgehen.
Kollig wird die Leitung der Abteilung für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation übernehmen und direkt dem Oberbürgermeister unterstellt sein. Zu seinen Aufgaben gehören die Rolle des offiziellen Pressesprechers der Stadt sowie die Vertretung des Oberbürgermeisters in öffentlichen Stellungnahmen. Ein zentraler Schwerpunkt wird die Verbesserung der internen Kommunikation sowie der Ausbau der Online- und Social-Media-Präsenz Solingens sein.
Mit seiner journalistischen Erfahrung bringt Kollig Kenntnisse aus großen Medienhäusern wie Radio RSG, WDR und RTL News mit. Seine lokalen Wurzeln und Vertrautheit mit der Region unterstreichen die Bedeutung seiner Berufung. Zudem hat er bereits große öffentliche Veranstaltungen in und um Solingen moderiert, was seine Verbundenheit mit der Bürgerschaft stärkt.
Kolligs Ernennung markiert einen Wandel hin zu schnellerer und transparenterer Kommunikation in Solingen. Seine journalistische Expertise und Ortskenntnis sollen dazu beitragen, Vertrauen zurückzugewinnen und die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zu modernisieren. Die Veränderungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Verantwortlichen langjährige Defizite im Krisenmanagement und in den Medienbeziehungen angehen wollen.






