21 March 2026, 08:31

Solingen streitet über ABC-Kurse: Warum Politiker das Sprachförder-Modell ablehnen

Ein Blatt mit dem Text "Die Kinder der verschiedenen Tagesschulen werden mit Tee, Pflaumenbrot und Roastbeef und Pflaumenpudding versorgt."

Solingen streitet über ABC-Kurse: Warum Politiker das Sprachförder-Modell ablehnen

Ein Plan zur Einführung von "ABC-Kursen" in Solingen hat Kritik von lokalen Politikern ausgelöst. Sowohl CDU als auch die Grünen befürworten zwar die Förderung der Sprachkompetenzen von Kindern, lehnen den vorgeschlagenen Ansatz jedoch ab. Sie argumentieren, dass das neue Modell bestehende Kita-Strukturen schwächen statt sie zu stärken könnte.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie die Sprachförderung von Kleinkindern am besten gestaltet werden soll. Vertreter von CDU und Grünen bestehen darauf, dass Sprachfördermaßnahmen fest in den Kita-Alltag integriert werden sollten, anstatt Kinder in separate Kurse auszulagern. Jessica Schliewe von den Grünen warnte, dass das Herausnehmen von Kindern für zusätzliche Förderung ihren Lernprozess stören und bewährte Systeme untergraben könnte.

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Maja Wehrmann, ebenfalls von den Grünen, äußerte Bedenken hinsichtlich einer möglichen Stigmatisierung. Sie argumentierte, dass die gezielte Auswahl von Kindern für Sonderkurse im Widerspruch zu den Grundsätzen der Inklusion stehen könnte. Simone Lammert von der CDU wies auf ein strukturelles Problem im ABC-Kurs-Konzept hin und betonte, dass dadurch ein paralleles System entstehen könnte, statt die bestehenden Angebote zu verbessern.

Lokale Vertreter fordern eine bessere Abstimmung zwischen Landes- und Kommunalbehörden. Sie verlangen eine Überarbeitung des ABC-Kurs-Plans, um sicherzustellen, dass er sich in die bestehenden Strukturen einfügt. Die fehlende Klarheit darüber, wie das neue Modell in die aktuellen Systeme passt, erschwert es den Verantwortlichen, effektiv zu planen.

CDU und Grüne sind sich einig, dass die Sprachförderung gestärkt werden muss, lehnen den ABC-Kurs-Ansatz jedoch ab. Stattdessen setzen sie sich für eine Integration der Maßnahmen in den Kita-Alltag und eine Stärkung der bestehenden Strukturen ein. Ohne klarere Vorgaben des Landes bleibt die lokale Planung vorerst blockiert.

Quelle