Solingen streitet über Zukunft des Theater- und Konzerthauses – Kritik an intransparenter Debatte
Wenke KranzSolingen streitet über Zukunft des Theater- und Konzerthauses – Kritik an intransparenter Debatte
Die Zukunft des Solinger Theater- und Konzerthauses sorgt für Kontroversen, nachdem die lokale Wählervereinigung SG zukunft. die aktuelle Debatte scharf kritisiert hat. Die Gruppe wirft vor, die Diskussionen würden auf ein vorab feststehendes Ergebnis hinauslaufen, statt alle Optionen offen und neutral zu prüfen. Nun fordert sie eine transparente und gründliche Untersuchung der Rolle des Hauses für die Stadt.
Laut SG zukunft. mangelt es der Debatte an Tiefe – insbesondere bei der Frage, ob ein Neubau den kulturellen Wert des bestehenden Gebäudes überhaupt erreichen könnte. Matthias Urban, Sprecher der Vereinigung, betont, dass das Theater- und Konzerthaus weit mehr sei als nur ein Bauwerk: Es fungiere als zentraler kultureller Treffpunkt für die Bürgerschaft.
Ein Ersatzbau am aktuellen Standort würde zudem erhebliche Parkflächen kosten und könnte benachbarte Betriebe sowie Einrichtungen beeinträchtigen. Die Gruppe äußert Zweifel an der angekündigten Szenariostudie und fragt, welche konkreten Erkenntnisse sie liefern und wie belastbar sie als Entscheidungsgrundlage sein werde.
Die Vereinigung fordert eine sachliche, faktenbasierte Diskussion, die klar aufzeigt, welche Leistungen gewonnen oder verloren gehen könnten. Als warnendes Beispiel verweisen sie auf frühere kommunale Projekte wie die Feuerwehrwache in Ohligs, die mit Verzögerungen und Kostenexplosionen zu kämpfen hatte. Dennoch besteht SG zukunft. darauf, dass der Neubau der Feuerwehrwache an der Katternberger Straße zügig vorankommen muss – unabhängig von den Planungen für das Theatergelände.
Die Gruppe pocht weiterhin auf eine offene und ergebnisunvoreingenommene Prüfung aller möglichen Zukunftsszenarien für das Theater- und Konzerthaus. Bevor Entscheidungen fallen, soll eine umfassende Bewertung sicherstellen, dass die kulturelle Bedeutung der Spielstätte gewahrt bleibt. Gleichzeitig drängt sie die Stadt, das Feuerwehrprojekt priorisiert umzusetzen – ohne es mit der Theaterentwicklung zu verknüpfen.






