21 March 2026, 20:31

Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Erste Entschädigungen für Opfer nach drei Monaten

Plakat, das eine Gruppe von Menschen auf einem Boden zeigt, von denen einer eine Waffe hält, ein Fenster und eine Wand im Hintergrund und Text, der oben und unten "The Great Train Robbery - Trouching a Terrible Tough" lautet.

Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Erste Entschädigungen für Opfer nach drei Monaten

Opfer des Einbruchs bei der Sparkasse Gelsenkirchen erhalten Entschädigungen – fast drei Monate nach dem Coup

Fast drei Monate nach dem spektakulären Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen-Buer beginnen die Geschädigten, Entschädigungszahlungen zu erhalten. Ende Dezember hatten Diebe über 3.000 Schließfächer in der Filiale geknackt. Einige betroffene Kunden setzen nun auf juristische Schritte, um ihre Verluste zurückzuerlangen.

Erste Auszahlungen sind bereits erfolgt: Anwälte haben für Mandanten, die Wertgegenstände verloren haben, Gelder erstritten. Rechtsanwalt Daniel Kuhlmann konnte für elf Geschädigte insgesamt rund 250.000 Euro durchsetzen – im Schnitt mehr als 22.000 Euro pro Person. Die Anwälte Ralf Bürger und Christian Dreier halfen einem Klienten, 20.000 Euro zurückzuerhalten; dieser sei "vor Freude außer sich" gewesen, wie sie berichten.

Einige Opfer erhalten über ihre Hausratversicherung mit Außenversicherungsschutz Ersatz für gestohlene Gegenstände. Zudem bietet die Sparkasse eine zusätzliche Schließfachversicherung von etwa 10.300 Euro pro Fach an, unabhängig von der privaten Hausratpolice. Doch nicht alle Kunden verfügen über einen solchen Zusatzschutz – viele sehen sich daher gezwungen, Schadensersatzforderungen gegen die Bank geltend zu machen.

Mittlerweile sind die ersten beiden Klagen beim Landgericht Essen eingereicht worden. Ein Güteverhandlungstermin ist für Juni angesetzt. Juristen betonen, dass eine lückenlose Dokumentation des Fachinhalts entscheidend für erfolgreiche Klagen sei.

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Während einige Geschädigte bereits Entschädigungen erhalten haben, warten andere noch auf Zahlungen oder verfügen über unzureichenden Versicherungsschutz. Ob und wie viele weitere Opfer ihre Verluste zurückerhalten, hängt nun von der Zusatzversicherung der Sparkasse und den laufenden Gerichtsverfahren ab. Das Ergebnis der Verhandlung im Juni könnte richtungsweisend für weitere Forderungen werden.

Quelle