13 June 2026, 20:30

Steinbrücks umstrittene Strategie: Wie die AfD entradikalisiert werden soll

Roter Ex-Finanzminister will 'Entschärfung' der AfD

Steinbrücks umstrittene Strategie: Wie die AfD entradikalisiert werden soll

Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat eine neue Strategie für den Umgang mit der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) vorgeschlagen. Er warnt davor, dass pauschale Verbote nach hinten losgehen und Anhänger weiter an den Rand der Gesellschaft drängen könnten.

Steinbrück schlägt vor, in verschiedenen Politikbereichen klare rote Linien zu ziehen, um zu definieren, wie andere Parteien mit der AfD interagieren könnten. Sein Ziel ist es, die Partei dazu zu bewegen, sich in Richtung eines traditionell konservativ-bürgerlichen Kurses zu entwickeln.

Als Beispiel nannte er Björn Höcke und betonte, dass es ausreichend Belege dafür gebe, dass dessen Positionen mit den verfassungsmäßigen Werten Deutschlands unvereinbar seien. Statt die gesamte Partei ins Visier zu nehmen, empfiehlt Steinbrück, solchen Personen gezielt den Zugang zu öffentlichen Ämtern zu verwehren.

Er bezog sich zudem auf den Vorschlag des Historikers Andreas Rödder, der eine bedingte Zusammenarbeit mit der AfD vorschlägt: Die Partei könnte demnach nur dann in politische Diskussionen einbezogen werden, wenn sie sich an demokratische Grundsätze hält. Steinbrück betonte, dass die bestehende „Brandmauer“ gegen die AfD vorerst aufrechterhalten werden solle, plädierte aber dafür, Wege zur Entradikalisierung der Partei zu erkunden.

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Steinbrücks Ansatz zielt auf Entradikalisierung statt auf Kriminalisierung ab. Er will verhindern, dass AfD-Wähler weiter verprellt werden, und gleichzeitig sicherstellen, dass die Partei demokratische Standards erfüllt. Seine Vorschläge sollen eine Balance schaffen zwischen klaren Grenzen und möglichen Wegen für politischen Wandel.

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