13 June 2026, 04:25

Thyssenkrupp baut in Duisburg erste Wasserstoff-Hochöfen für klimaneutralen Stahl

Wasserstoff ersetzt Hochofen: Planungsauftrag für DRI-Anlage in Duisburg vergeben

Thyssenkrupp baut in Duisburg erste Wasserstoff-Hochöfen für klimaneutralen Stahl

Thyssenkrupp startet in Duisburg Umstellung von Hochöfen auf Wasserstoff-Direktreduktion

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Im Stahlwerk von Thyssenkrupp in Duisburg hat der Umbau der Hochöfen zu einer Anlage für die wasserstoffbasierte Direktreduktion von Eisenerz (DRI) begonnen. Das Projekt soll die CO₂-Emissionen der deutschen Stahlindustrie deutlich senken, die derzeit rund 30 Prozent der industriellen Treibhausgase des Landes ausmacht.

Die Bauarbeiten für die DRI-Anlage begannen Mitte 2024; bereits fertiggestellt sind Fundamente und Zufahrtsstraßen. Die Planung übernimmt die Drees & Sommer SE, während die SMS Group den Bau auf einem Gelände in der Größe von fast 40 Fußballfeldern leitet. Neben der Hauptanlage und zwei nachgeschalteten Schmelzaggregaten umfasst der Komplex über 60 weitere Bauwerke.

Die DRI-Anlage setzt auf die Midrex-Flex-Technologie, die den Betrieb mit einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff ermöglicht. Ab 2029 soll sie vollständig auf Wasserstoff umgestellt werden. Nach Inbetriebnahme wird die Anlage jährlich 2,5 Millionen Tonnen CO₂-armen heißen Briketts (HBI) produzieren.

Bund und Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördern das Vorhaben mit zwei Milliarden Euro. Durch das Projekt könnten die CO₂-Emissionen um bis zu 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr sinken – eine Reduktion des Stahlsektors um etwa ein Fünftel.

Die neue Anlage wird die Emissionen in einem der größten deutschen Stahlwerke spürbar verringern und markiert einen wichtigen Schritt der Branche hin zu klimafreundlicherer Produktion. Die vollständige Umstellung auf Wasserstoff soll bis 2029 abgeschlossen sein.

Quelle