14 April 2026, 16:33

Vom Flüchtling zum Golfplatz-Mitarbeiter: Habtes neuer Anfang in Schildgen

Eine Gruppe von Menschen hält ein Banner mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem eingezäunten Gebäude mit Bäumen und Flaggen.

Vom Flüchtling zum Golfplatz-Mitarbeiter: Habtes neuer Anfang in Schildgen

Im Himmel un Ääd wird derzeit eine Ausstellung gezeigt, die die Geschichten von Geflüchteten erzählt, die sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben. Darunter ist Habte Abrahle, der aus Eritrea floh und eine entbehrungsreiche Reise durch die Sahara überstand, bevor er in Schildgen eine neue Heimat fand. Seine Erlebnisse und die anderer Geflüchteter werden am 28. November bei einer besonderen Veranstaltung vorgestellt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Habte Abrahle kam 2015 nach Deutschland, nachdem er die lebensgefährliche Durchquerung der Sahara in einem überfüllten Lastwagen überlebt hatte. Essen und Wasser waren knapp, doch er überstand die Strapazen. In Deutschland verbrachte er zunächst acht Monate in einem Zelt, dann weitere vier in einem Frachtcontainer.

Die ersten Jahre waren nicht einfach. Rassismus machte ihm anfangs zu schaffen, doch mit der Zeit fand er Unterstützung. Über die Initiative "Willkommen in Schildgen" besuchte er einen Deutschkurs und erwarb das B1-Zertifikat. Dort lernte er Freiwillige kennen, darunter eine Person, die ihm vier Jahre lang ein Zimmer zu einem günstigen Preis vermietete. Trotz seiner Fortschritte musste er die Arbeit in den Vordergrund stellen, um seiner Familie in Eritrea und Äthiopien Geld schicken zu können.

Nach Praktika als Bäcker und Greenkeeper fand Abrahle schließlich eine feste Anstellung auf einem Golfplatz. Seine Frau, von der er sechs Jahre getrennt war, konnte 2021 endlich zu ihm nach Deutschland nachziehen. Mittlerweile hat das Paar drei Kinder.

Die Ausstellung im Himmel un Ääd präsentiert 21 farbige Porträts von Geflüchteten, darunter auch Habte Abrahle. Am 28. November findet dort die Veranstaltung "Angekommen – Erlebnisse und Leben in Deutschland/Schildgen" statt, moderiert von Margret Grunwald-Nonte. Zwei Geflüchtete werden im Format "Auf dem Sofa" von ihren Erfahrungen berichten.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Dezember und gibt Besuchern Einblicke in die Herausforderungen und Erfolge von Menschen wie Abrahle. Die Veranstaltung am 28. November bietet die Gelegenheit, aus erster Hand von ihren Fluchtwegen und ihrem neuen Leben in Deutschland zu hören. Sowohl die Porträts als auch die Gesprächsrunde sollen die Widerstandsfähigkeit derer zeigen, die in Schildgen eine neue Heimat gefunden haben.

Quelle