Wie Essens Wohnungsnot im 19. Jahrhundert bis heute nachwirkt
Öffentlicher Vortrag: Essens Wohnungsnot im 19. Jahrhundert – und ihre Folgen bis heute
Am 5. Februar 2026 findet in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag über die Wohnungsmisere der Stadt im 19. Jahrhundert statt. Der Historiker Robert Welzel untersucht, wie gewinnorientierte Bauunternehmer das Stadtbild prägten und die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse beeinflussten. Beginn ist um 18 Uhr im Volkshochschulzentrum Essen (VHS Essen, Burgplatz 1).
Unter dem Titel "Häuserkönige" (sinngemäß: "Wohnungsbarone") analysiert Welzel die Rolle zentraler Akteure wie Hermann Elting, Johann Piekenbrock senior, Wilhelm Husmann, Theodor Fröchte und Jakob Pegels, deren Projekte das Gesicht Essens nachhaltig veränderten – sowohl architektonisch als auch im Alltag der Bewohner.
Welzel, Vorstandsmitglied des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen, forscht schwerpunktmäßig zur lokalen Stadt- und Architekturgeschichte. Sein Vortrag zeigt auf, wie lasche Bauvorschriften und Profitstreben der Investoren zu weitverbreiteten hygienischen und sozialen Missständen führten – Probleme, die bis heute in der deutschen Wohnungsfrage nachwirken.
Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung wird jedoch empfohlen. Weitere Informationen gibt es unter *www.vhs-essen.de*.
Die Veranstaltung bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit Essens historischer Wohnungsnot und ihren aktuellen Parallelen. Welzels Analysen verbinden die Entscheidungen des 19. Jahrhunderts mit den heutigen städtischen Herausforderungen. Interessierte können ohne Kosten teilnehmen; die Anmeldung erfolgt online.






