24 March 2026, 02:34

Wohnbauprojekt in Willich spaltet Anwohner: 200 Wohneinheiten auf Grünfläche geplant

Großer Protestmarsch in Hong Kong mit Menschen mit Schildern und Plakaten, flankiert von Bäumen, Gebäuden, Fahrzeugen und Straßenschildern.

Wohnbauprojekt in Willich spaltet Anwohner: 200 Wohneinheiten auf Grünfläche geplant

Ein geplantes Wohnbauprojekt in Willich hat bei Anwohnern massiven Widerstand ausgelöst. Die Stadt beabsichtigt, auf einem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf – derzeit eine Freifläche – 200 Wohneinheiten zu errichten. Über 150 Bürger haben inzwischen formalen Widerspruch eingelegt und argumentieren, das Vorhaben gefährde Grünflächen und die Lebensqualität.

Das Moltkedorf-Gelände, auf dem früher eine Flüchtlingsunterkunft untergebracht war, war einst als Erholungsfläche ausgewiesen. Willich plant, die Unterkunft bis Jahresende zu schließen und durch eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und mehrgeschossigen Wohngebäuden zu ersetzen. Die Planung sieht eine Hofbebauung, Tiefgaragen sowie Radwege zur Anbindung an benachbarte Straßen vor.

Anwohner kritisieren vor allem den Umfang des Projekts, insbesondere die geplanten viergeschossigen Gebäude in unmittelbarer Nähe zu Kleingartenanlagen. Viele fürchten, dass ihre Sicht durch eine "Wand aus Wohnungen" versperrt wird und mit mehr Lärm und Verkehr zu rechnen ist. Bedenken gibt es auch hinsichtlich der Luftzirkulation, der Klimaresilienz und dem Verlust eines Grünstreifens entlang der Moltkestraße.

Als Alternative schlägt die Bürgerschaft vor, das Projekt auf 50 Wohneinheiten zu reduzieren, den Fokus auf bezahlbaren Wohnraum für Einheimische zu legen und Grünflächen auszubauen. Diese Flächen seien wichtig, um Regenwasser aufzunehmen, die Artenvielfalt zu fördern und das Mikroklima zu verbessern – zentrale Maßnahmen für die Klimaanpassung.

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Die Stadt verweist auf geplante Parklösungen und ein ringförmiges Straßensystem, doch die Anwohner bleiben skeptisch. In ihrer Stellungnahme fordern sie eine kleinere, nachhaltigere Bebauung, die Grüninfrastruktur und lokale Bedürfnisse in den Vordergrund stellt. Der Streit dreht sich nun darum, wie Wohnungsbedarf mit Umwelt- und Gemeinschaftsinteressen in Einklang gebracht werden kann.

Quelle