Zoll stoppt moldawischen Transporter mit zwei Tonnen undeklarierten Lebensmitteln auf der A44
Sven BinnerZoll stoppt moldawischen Transporter mit zwei Tonnen undeklarierten Lebensmitteln auf der A44
Deutsche Zollbeamte beschlagnahmen fast zwei Tonnen undeklarierte Lebensmittel in moldawischem Transporter auf der A44
Bei Bad Wünnenberg haben Zollfahnder auf der Autobahn A44 einen gekühlten Lieferwagen mit moldawischem Kennzeichen kontrolliert und dabei fast zwei Tonnen nicht angemeldete Lebensmittel sichergestellt. Das Fahrzeug transportierte Fleisch, Milchprodukte und frische Ware – alles ohne die erforderlichen Papiere. Gegen zwei Personen werden nun Strafverfahren wegen Verstößen gegen Einfuhrbestimmungen und Steuerhinterziehung eingeleitet.
Im Inneren des Transporters fanden die Beamten eine große Menge unkontrollierter Waren: 2,8 Kilogramm Kaffee, 4,5 Liter Alkohol sowie nahezu zwei Tonnen Fleisch und Käse. Zudem wurden frisches Obst, Gemüse und rohe Eier entdeckt – nichts davon war zollrechtlich abgefertigt oder gesundheitlich überprüft worden.
Der Fahrer konnte für das Frischgemüse kein Pflanzengesundheitszeugnis vorlegen, das für Einfuhren zwingend vorgeschrieben ist. Die rohen Fleisch- und Käseprodukte verstießen gegen EU-Lebensmittelsicherheitsvorschriften, woraufhin die Behörden umgehend aktiv wurden. In Absprache mit dem Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Soest wurde die Vernichtung aller leicht verderblichen Waren angeordnet.
Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro hinterlegen, um Lager-, Entsorgungskosten und mögliche Bußgelder abzudecken. Wie die Zollbeamten mitteilten, waren die Waren ohne Zollabgaben und ordnungsgemäße Deklaration in die EU gelangt. Der Fall reiht sich in eine bundesweite Entwicklung ein: Allein 2024 und 2025 registrierten deutsche Behörden rund 15.000 ähnliche Vorfälle mit undeklarierten Lebensmittelimporten – vor allem Fleisch, Milchprodukte und exotische Früchte aus Drittstaaten.
Mittlerweile wurden Strafverfahren gegen den Fahrer und einen weiteren Beteiligten eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, Einfuhrverbote missachtet und Steuern auf die beschlagnahmten Waren hinterzogen zu haben.
Die konfiszierten Lebensmittel wurden von einem zugelassenen Entsorgungsunternehmen vernichtet. Die Sicherheitsleistung fließt in die Begleichung der Entsorgungskosten, ausstehender Zollgebühren und etwaiger Strafen. Der deutsche Zoll bleibt wachsam: Illegale Lebensmittelimporte, insbesondere undeklarierte Warensendungen, stellen nach wie vor ein flächendeckendes Problem dar.






