20 March 2026, 22:31

Zufällige Kontrolle am Bonner Hauptbahnhof führt zur Festnahme eines Raubverdächtigen

Eine Gruppe von Polizisten in Einsatzausrüstung nimmt einen Mann in einem weißen Kleid auf einem Bahngleis fest, mit anderen im Hintergrund sichtbar.

Zufällige Kontrolle am Bonner Hauptbahnhof führt zur Festnahme eines Raubverdächtigen

Eine routinemäßige Polizeikontrolle am Bonner Hauptbahnhof führte zur Festnahme eines 20-jährigen Mannes, der wegen schweren Raubs gesucht wurde. Bundespolizisten stoppten den Verdächtigen am 18. März, nachdem er ohne gültiges Ticket in einen Intercity-Express eingestiegen war.

Unterdessen endete in einem separaten Fall vor einem Bonner Gericht der Prozess gegen den Kinderpsychiater Michael Winterhoff. Das Urteil wird für den 4. März 2026 erwartet.

Der Vorfall begann, als Bundespolizisten den Mann während einer Standardkontrolle am Bonner Hauptbahnhof ansprachen. Er war ohne Fahrkarte aus Koblenz angereist. Auf die Bitte um Ausweispapiere behauptete er zunächst, keine bei sich zu tragen.

Eine Überprüfung ergab, dass er vom Kriminalkommissariat Koblenz wegen des Verdachts auf schweren Raub gesucht wurde. Die Beamten nahmen ihn daraufhin vor Ort fest und überstellten ihn zur weiteren Ermittlung – sowohl wegen des Raubüberfalls als auch wegen des Schwarzfahrens.

In einem unrelateden Gerichtsverfahren ging unterdessen in Bonn der Prozess gegen den Kinderpsychiater Michael Winterhoff zu Ende. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn ursprünglich in 36 Fällen der gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Später wurde die Anklage auf zehn Fälle reduziert, mit Fokus auf den Vorwurf, er habe jungen Patient:innen das Antipsychotikum Pipamperon ohne ausreichende medizinische Begründung verschrieben. Die Vorwürfe hängen mit seiner umstrittenen Diagnose eines "frühkindlichen Narzissmus" zusammen.

Dem 20-jährigen Verdächtigen drohen nun rechtliche Konsequenzen sowohl wegen des Raubüberfalls als auch wegen des Schwarzfahrens. Seine Festnahme erfolgte nach einer einfachen Personenkontrolle am Bahnhof.

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Für Winterhoff wird das Gericht sein Urteil am 4. März 2026 verkünden. Die Entscheidung wird sich auf die reduzierten Vorwürfe im Zusammenhang mit seinen Verschreibungspraktiken beziehen.

Quelle