41-Jährige steht wegen brutalen Sparkassenraubs mit 500.000 Euro vor Gericht
Nikolaus Schleich41-Jährige steht wegen brutalen Sparkassenraubs mit 500.000 Euro vor Gericht
Vor dem Landgericht Wuppertal muss sich eine 41-jährige Frau wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem brutalen Geldautomatenraub in Solingen vor fünf Jahren verantworten. Bei dem Überfall wurden über 500.000 Euro von einem Bankensicherheitsteam erbeutet, ein Mitarbeiter gefesselt und hilflos zurückgelassen. Später stellte die Polizei bei der Angeklagten zu Hause mehr als 340.000 Euro sicher.
Der Raub ereignete sich im Januar 2019 in einer Filiale der Sparkasse in Solingen. Ein Sicherheitstrupp, der Geldautomaten nachfüllte, wurde von mehreren Tätern überfallen. Die Angreifer brachen die Geldkassetten auf und überwältigten einen Bankangestellten, den sie während des Überfalls fesselten.
Der Frau wird vorgeworfen, als Komplizin Wache über den gefesselten Mitarbeiter gehalten zu haben. Nach der Tat floh sie ins Ausland und blieb bis zu ihrer Festnahme im Jahr 2024 auf freiem Fuß. Deutsche Behörden nahmen sie bei ihrer Wiedereinreise in das Land in Gewahrsam.
Ihr Ehemann war bereits wegen seiner Beteiligung an demselben Raub verurteilt worden. Bei Durchsuchungen entdeckten die Ermittler über 340.000 Euro Bargeld in ihrer gemeinsamen Wohnung.
Im Falle einer Verurteilung droht der Angeklagten eine lange Haftstrafe. Der Prozess geht weiter, während die Staatsanwaltschaft ihre Beweisführung gegen ihre angebliche Rolle bei dem Coup vorantreibt. Das Urteil wird zeigen, ob sie direkt an einem der dreistesten Raubüberfälle der Region beteiligt war.






