21 February 2026, 15:24

80 Menschen tanzen in Bottrop gegen Gewalt an Frauen und Femizide

Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht auf einer Demonstration und hält ein weißes Schild in der Hand, während viele andere Menschen hinter ihr stehen.

80 Menschen tanzen in Bottrop gegen Gewalt an Frauen und Femizide

Am 14. Februar 2026 versammelten sich Aktivistinnen und Aktivisten in Bottrop zur jährlichen One Billion Rising-Kundgebung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die vom Frauenzentrum Courage organisierte Veranstaltung zog trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall 80 Teilnehmende zum Ernst-Wilczok-Platz. Das diesjährige Motto Ni una menos – Women on fire lenkte den Fokus auf Femizide, insbesondere durch aktuelle oder ehemalige Partner.

Die Protestaktion begann mit Live-Musik der Band A Mournful Experience, gefolgt von einer Tanzperformance unter der Leitung der Peter Frank Tanzschule. Lokale Vertreter wie Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann beteiligten sich an der Demonstration. Ihre Teilnahme spiegelt einen wachsenden Trend kommunaler Unterstützung für die Kampagne in ganz Europa wider.

One Billion Rising hat sich seit seinem Start 2013 beträchtlich ausgeweitet. Ursprünglich mit 5.000 Teilnehmenden am Brandenburger Tor in Berlin gestartet, umfasst die Bewegung heute über 200 Länder. 2026 fanden in Städten wie Stralsund, Ingelheim, Innsbruck und Oranienburg erstmals Veranstaltungen statt – oft angeführt von Bürgermeisterinnen, Bürgermeistern und Gleichstellungsbeauftragten, die zur Kampagnenhymne Break the Chain tanzten. Die Proteste setzen auf gewaltfreie Aktionen wie Musik, Tanz und öffentliche Auftritte, um besseren Schutz für Frauen und Mädchen vor männlicher Gewalt zu fordern.

Das Motto 2026 unterstrich das anhaltende Versagen im Umgang mit Femiziden und geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Organisatorinnen betonten, dass viele Fälle weiterhin unbemerkt blieben oder unbestraft blieben – mit der Folge, dass Betroffene ohne ausreichende Unterstützung oder Gerechtigkeit zurückblieben.

Die Bottroper Veranstaltung reiht sich ein in eine globale Protestwelle für wirksamere Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen. Mit zunehmender Beteiligung lokaler Behörden treibt die One Billion Rising-Kampagne weiterhin strukturellen Wandel voran. Die diesjährigen Kundgebungen zeigten sowohl die anhaltende Dringlichkeit des Themas als auch die wachsende Solidarität hinter der Bewegung.

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