17 February 2026, 19:39

Alarmierender Fund: Giftige Sonnencreme-Rückstände bei fast allen Kindern nachweisbar

Eine Flasche Granions Kid Bio Sommel steht auf einem Tisch neben einer Schachtel mit Text darauf.

Umweltbehörde: Schädliche Substanz in Urin von fast allen Kindern gefunden - Alarmierender Fund: Giftige Sonnencreme-Rückstände bei fast allen Kindern nachweisbar

Gefährlicher Chemikalienstoff aus Sonnencremes in fast allen getesteten Kindern und Jugendlichen nachgewiesen

In den Urinproben von nahezu allen im Jahr 2025 untersuchten Kindern und Jugendlichen wurde ein bedenklicher Chemikalienstoff gefunden, der mit Sonnencremes in Verbindung gebracht wird. Bei der Substanz handelt es sich um MnHexP, ein Abbauprodukt von DnHexP – einem reproduktionstoxischen Weichmacher, der in der EU bereits verboten ist. Bereits vor zwei Jahren hatten Forscher erste Spuren des Plastikweichmachers im Urin von Menschen entdeckt, wobei Sonnencreme als Hauptquelle identifiziert wurde.

In den Jahren 2020 und 2021 wurde MnHexP noch in 61 Prozent der Urinproben von 250 Kindergartenkindern nachgewiesen. Bis 2025 stieg dieser Anteil jedoch stark an: Bei 92 Prozent der Kinder und Jugendlichen fanden sich Spuren des Stoffs. Zwei Teilnehmer der aktuellen Studie überschritten sogar den Referenzwert des Umweltbundesamts (UBA) von 60 Mikrogramm pro Liter – mit gemessenen Werten von 83 bzw. 107 Mikrogramm.

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Die Belastung geht auf den UV-Filter Diethylamino-Hydroxybenzoyl-Hexyl-Benzoat (DHHB) zurück, der in Sonnencremes enthalten ist. Zwar haben Hersteller inzwischen auf optimierte, DnHexP-freie Rezepturen umgestellt, doch warnt das UBA, dass die Aufnahme solcher reproduktionstoxischer Stoffe bei Kindern häufig die als sicher geltenden Grenzwerte übersteigt. Strengere EU-Beschränkungen für DnHexP in Sonnencremes treten erst im Januar 2027 in Kraft.

Die Ergebnisse von 2025 zeigen einen deutlichen Anstieg der MnHexP-Nachweise im Vergleich zu früheren Jahren. Zwar haben Kosmetikunternehmen ihre Produkte angepasst, doch aufgrund der verzögerten EU-Regulierung bleibt das Risiko einer weiteren Belastung bestehen. Das UBA beobachtet die Entwicklung weiterhin, während die verschärften Kontrollen bevorstehen.