Bayerns Pokal-Einzug überschattet von peinlichem Abseitsfehler gegen Köln
Nikolaus SchleichBayerns Pokal-Einzug überschattet von peinlichem Abseitsfehler gegen Köln
FC Bayern München sichert sich mit 4:1 gegen den 1. FC Köln den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale – doch eine umstrittene Abseitsentscheidung überschattet den Sieg. Der frühere Schiedsrichter Manuel Gräfe bezeichnete den Fehler später als "inakzeptabel" für ein Profispiel.
Der Vorfall ereignete sich, als Konrad Laimers Schuss abgewehrt wurde, Luis Díaz jedoch den Abpraller zum Tor verwandelte. Wiederholungen zeigten deutlich, dass Díaz im Moment der Ballabgabe im Abseits stand. Der Schiedsrichterassistent erkannte die Situation nicht, und da im frühen Pokalstadium noch kein Videobeweis (VAR) zum Einsatz kommt, zählte der Treffer.
Bayern übernahm kurz darauf die Kontrolle: Díaz und Harry Kane erhöhten in schneller Folge. Gräfe übt scharfe Kritik an dem Patzer und betont, dass ein derart klares Abseits auch ohne VAR hätte erkannt werden müssen. Solche Fehler seien auf Bundesliga-Niveau nicht hinnehmbar.
Für Köln ist das Pokal-Aus damit besiegelt, während die Münchner in die nächste Runde einziehen. Beim Achtelfinale, dessen Auslosung für den 2. November geplant ist, wird dann wieder der Videobeweis greifen.
Dass der Schiedsrichterfehler kaum Beachtung fand, lag vor allem am deutlichen Sieg der Bayern. Bei einem knappen Spielverlauf hätte die Diskussion um die Fehlentscheidung wohl im Mittelpunkt gestanden. So aber marschiert der Rekordpokalsieger weiter – während Köln eine verpasste Chance bedauert.






