23 March 2026, 06:34

Blocksberg: Wo Hexen tanzen und die Walpurgisnacht lebendig bleibt

Gemälde von Arthur Rackham namens "Die Hexen", das drei Hexen zeigt, die auf einem Besenstiel über Pflanzen fliegen.

Blocksberg: Wo Hexen tanzen und die Walpurgisnacht lebendig bleibt

Der Blocksberg, auch Brocken genannt, ist der höchste Gipfel des deutschen Harzes. Seit Jahrhunderten steht er im Mittelpunkt des Volksglaubens um die Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April zum 1. Mai. Der Legende nach trafen sich hier einst Hexen, um nach ihrem Flug durch die Lüfte auf Besenstielen wilde Tänze und schauerliche Hexensabbate zu feiern.

Die Mythen um die Blocksberg-Hexen entstanden bereits um das Jahr 1300, erste schriftliche Überlieferungen datieren auf das Jahr 1540. Darin wird beschrieben, wie sich die Hexen auf dem Gipfel des Berges versammelten, um dort mit dämonischem Treiben zu zechen. Die Vorstellungen wurden so lebendig, dass Johann Wolfgang von Goethe sie später in sein Drama Faust einwebte – mit einer chaotischen Hexentanzszene, die er dem menschlichen Leid gegenüberstellte.

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Die örtlichen Gemeinden entwickelten eigene Bräuche, um sich vor dem Übernatürlichen zu schützen. Die Bewohner entzündeten schützende Maifeuer, zeichneten Pentagramme und läuteten Kirchenglocken, um böse Geister fernzuhalten. Gleichzeitig fanden Maibaumrituale statt, die Fruchtbarkeit und Glück für das kommende Jahr sichern sollten.

Die Legende der Walpurgisnacht am Blocksberg ist bis heute tief in der deutschen Kultur verwurzelt. Erzählungen von Hexen, die zum Brocken fliegen, halten sich hartnäckig, während regionale Bräuche wie Maifeuer und Maibaumtänze bis in die Gegenwart gepflegt werden. Der mystische Ruf des Berges, gestützt durch Literatur und lokale Traditionen, bleibt ein einzigartiger Bestandteil der heimischen Sagenwelt.

Quelle