25 March 2026, 20:32

Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünfcent-Rundung ersetzen

Alte deutsche 5 Reichsmark-Banknote mit einem Männerporträt, ausgegeben in Deutschland.

Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Fünfcent-Rundung ersetzen

Die Bundesbank schlägt vor, Bargeldzahlungen in Deutschland künftig auf den nächsten Fünfcent-Betrag zu runden. Damit würden Ein- und Zweicent-Münzen schrittweise aus dem Umlauf verschwinden. Ziel des Vorhabens ist es, die Kosten für die Herstellung, den Transport und die Handhabung von Kleingeld zu senken.

Mehrere europäische Länder setzen bereits ähnliche Systeme ein. In Finnland, den Niederlanden und Irland werden Bargeldzahlungen etwa auf den nächsten Fünfcent-Betrag auf- oder abgerundet. Der Vorschlag der Bundesbank folgt auf eine Studie aus dem Jahr 2023, die zeigt, dass Bargeld nach wie vor beliebt ist – fast die Hälfte aller Zahlungen im stationären Handel wird weiterhin bar getätigt.

Nach der geplanten Regelung würden sich Barzahlungen an der Kasse leicht anpassen: Ein Artikel für 2,02 Euro würde auf 2,00 Euro abgerundet, während ein Produkt für 3,99 Euro auf 4,00 Euro aufgerundet würde. Die Änderung beträfe ausschließlich Bargeldtransaktionen, nicht jedoch Kartenzahlungen oder digitale Bezahlmethoden.

Die Bundesbank argumentiert, dass der schrittweise Verzicht auf Kleingeld Kosten spart. Die Produktion, Verpackung und der Transport von Ein- und Zweicent-Münzen verursachten unnötige Ausgaben. Andere EU-Länder wie Belgien, Italien und Estland haben bereits ähnliche Rundungsregeln eingeführt.

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In Deutschland bieten einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen ihren Kunden bereits die Möglichkeit, Rechnungsbeträge zugunsten gemeinnütziger Zwecke aufzurunden. Viele Verbraucher in der Region scheinen mit dem Konzept des Rundens vertraut zu sein. Der Vorschlag der Bundesbank würde die Praxis jedoch verbindlich für alle Barzahlungen einführen – und nicht nur als freiwillige Spendenoption.

Wird der Plan umgesetzt, würde Deutschland damit zu mehreren anderen europäischen Ländern aufschließen. Zudem würde der Bedarf an Kleingeld im Alltag sinken. Die Bundesbank-Studie unterstreicht, dass Bargeld weiterhin weit verbreitet ist – die Änderung hätte somit Auswirkungen auf Millionen von Kundinnen und Kunden.

Quelle