Bürgerprotest gegen späte Öffnung des Heidebads in Solingen-Ohligs
Nikolaus SchleichBürgerprotest gegen späte Öffnung des Heidebads in Solingen-Ohligs
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat die Pläne scharf kritisiert, das Heidebad-Freibad in Ohligs bis Ende Mai geschlossen zu halten. Die Initiative wirft der Stadt vor, mit der späten Öffnung die Bedürfnisse von Familien und Sportlern zu ignorieren. Ein Sprecher bezeichnete den aktuellen Zeitplan als "völlig realitätsfremd" und nicht im Einklang mit den Forderungen der Bürgerschaft.
Der BfS-Sprecher Raphael Bender betonte, dass das Bad nicht nur für den Sport, sondern auch als wichtiger Freizeitort für die Anwohner von zentraler Bedeutung sei. Gerade im Mai setze oft schon warmes Wetter ein – eine Zeit, in der viele Menschen schwimmen möchten. Die Gruppe kritisierte zudem die Begründungen des Betreibers für die Verzögerung als unzureichend und wenig nachvollziehbar.
In einer Sitzung des Sportausschusses monierte Bender, dass die Verantwortlichen keine überzeugenden Gründe für den späten Start vorlegen könnten. Zudem verwies er darauf, dass Feiertage und lange Wochenenden im Mai ungenutzt verblieben, wenn das Bad weiterhin geschlossen bleibe. Die BfS fordert nun eine frühere Öffnung – sofern das Wetter es zulässt – und verlangt von Betreiber und Stadtverwaltung eine Überarbeitung ihrer Pläne.
Kritik übte die Gruppe auch an der Stadträtin Dagmar Becker, der sie vorwirft, in den Diskussionen wenig konstruktiv beizutragen. Statt sachlicher Lösungen habe sie sich auf persönliche Angriffe beschränkt, so Bender. Die Bürger Solingens verdienten eine Badepolitik, die sich an Service, Sport und den Bedürfnissen der Gemeinschaft orientiere.
Die BfS bleibt bei ihrer Forderung nach einer Anpassung des Öffnungszeitplans für das Heidebad. Hintergrund ist die wachsende Verärgerung über verpasste Chancen während warmer Wetterphasen und an Feiertagen. Die Initiative besteht darauf, das Bad bei geeigneten Bedingungen bereits Anfang Mai zu öffnen.






