Münsters Schwimmprojekt für Geflüchtete verbindet Sicherheit und Integration
Nikolaus SchleichMünsters Schwimmprojekt für Geflüchtete verbindet Sicherheit und Integration
Ein neues Schwimmprojekt in Münster hilft Geflüchteten, eine lebenswichtige Fähigkeit zu erlernen – und fördert gleichzeitig die Integration. Die Initiative, die von lokalen Organisationen und der Stadt unterstützt wird, bietet Kurse für Kinder, Frauen und erwachsene Männer an. Verantwortliche betonen, dass Schwimmunterricht nicht nur die Sicherheit der Teilnehmenden erhöht, sondern ihnen auch neue Chancen eröffnet.
Das Pilotprojekt ist eine gemeinsame Aktion von SwimSportTank e.V., der Stadt Münster und der Sparkasse Münsterland Ost. Die Stadt stellte dafür das Hallenbad in Roxel zur Verfügung, während die Bank die finanzielle Förderung übernahm. Stefan Centeno Hüttemann, Vertreter der Bezirksregierung, dankte allen Partnern für die gute Zusammenarbeit.
Der Münstersche Verein SwimSportTank e.V. organisiert die Kurse für Bewohner:innen der ZUE Münster. Zum Team gehören interkulturelle Trainer:innen, die viele der Herkunftssprachen der Teilnehmenden sprechen. Anke Sundermeier, eine zertifizierte Schwimmlehrerin des Vereins, leitet die Angebote für geflüchtete Kinder, Frauen und erwachsene Männer.
Die Initiative knüpft an frühere Erfolge an: Über 5.000 Viert- und Fünftklässler:innen in Münster haben bereits im Rahmen des Landesprogramms «NRW kann schwimmen!» das Schwimmen gelernt. Mechtild Pieper von der Sparkasse Münsterland Ost bezeichnete Schwimmen als einen zentralen Schritt zur Integration – es vermittle nicht nur praktische Fähigkeiten, sondern eröffne auch Perspektiven für die Zukunft.
Die Kurse laufen bereits im Roxeler Bad, wobei zunächst Gruppen mit erwachsenen Männern teilnehmen. Ziel des Projekts ist es, Geflüchteten in Münster den Zugang zum Schwimmen zu erleichtern. Die Organisator:innen hoffen, dass die erworbenen Fähigkeiten die Sicherheit der Teilnehmenden erhöhen und ihnen helfen, in ihrer neuen Gemeinschaft anzukommen.






