10 March 2026, 14:34

Busunternehmen in NRW erhöhen Preise wegen explodierender Benzinpreise und Spritkosten

Ein gelber Doppeldeckerbus fährt eine Straße mit hohen Gebäuden entlang, mit Menschen auf dem rechten Gehweg, einem Hydranten und einem Geländer, unter einem klaren blauen Himmel.

Busunternehmen in NRW erhöhen Preise wegen explodierender Benzinpreise und Spritkosten

Busunternehmen in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit steigenden Kosten – und wälzen die Lasten auf Kunden ab

Thomas Fischer, ein Busunternehmer aus der Region, steht unter massivem finanziellen Druck: Die hohen Benzinpreise fressen seine Gewinne auf. Sein jüngster Schritt – eine geplante Spritpreis-Zuschlag – zeigt, wie tief die Krise die Branche erschüttert.

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Zwar sind die Benzinpreise in Deutschland im vergangenen Jahr um etwa 12 Prozent gesunken, von 1,65 Euro auf 1,45 Euro pro Liter. Der Rückgang folgte dem fallenden Rohölpreis: Die Sorte Brent verbilligte sich von 85 auf 70 Dollar pro Fass. Eine entspanntere geopolitische Lage im Nahen Osten und die vorübergehende Senkung der CO₂-Steuer taten ihr Übriges. Doch trotz dieser jüngsten Erleichterung leidet Fischers Betrieb noch immer unter den Folgen der früheren Preissprünge.

Sein Unternehmen verfügt über kein eigenes Tanklager und muss daher zu aktuellen Marktpreisen nachfüllen. Eine einzige Hin- und Rückfahrt in die Südtiroler Alpen kostet ihn mittlerweile 200 Euro mehr als zuvor. Andere Betreiber berichten von ähnlichen Problemen – manche können ihre Tanks wegen der explodierenden Ausgaben kaum noch füllen.

Der Verband der Busunternehmen in Nordrhein-Westfalen bestätigt, dass die gesamte Branche unter massivem finanziellen Stress steht. Besonders hart trifft es die Anbieter im Linienverkehr: Sie sind an langfristige Verträge gebunden und erhalten keine Nachzahlungen, wenn der Sprit teurer wird. Um die Verluste abzufedern, wird Fischer künftig einen Kraftstoffzuschlag erheben. Kunden, die die zusätzliche Gebühr nicht zahlen wollen, können ihre Buchungen stornieren – ohne Stornogebühren.

Der Aufschlag soll die gestiegenen Betriebskosten seines Unternehmens ausgleichen. Branchenkenner warnen: Ohne Entlastung könnten weitere Unternehmen nachziehen. Der Schritt spiegelt die grundsätzliche Misere wider, in der sich die Betreiber wiederfinden – gefangen zwischen unberechenbaren Benzinpreisen und starren Vertragsbedingungen.

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