Carsten Linnemann bringt Stabilität ans Oberverwaltungsgericht Münster nach vierjähriger Vakanz
Sven BinnerNach Machtkampf um OVG-Spitze: Günther offiziell im Amt - Carsten Linnemann bringt Stabilität ans Oberverwaltungsgericht Münster nach vierjähriger Vakanz
Carsten Linnemann übernimmt Präsidentschaft des Oberverwaltungsgerichts Münster – nach vierjähriger Vakanz
Carsten Linnemann hat das Amt des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster übernommen und damit eine Position besetzt, die vier Jahre lang unbesetzt blieb. Seine Ernennung folgt auf einen langwierigen Streit, der das Auswahlverfahren verzögert hatte. In der Übergangszeit wurde das Gericht von zwei Vizepräsidenten geleitet.
Die Vakanz begann 2021 mit dem Ausscheiden von Ricarda Brandts aus dem Amt. Ein erbitterter Konflikt um ihre Nachfolge zog sich hin, beteiligte mehrere Gerichte und führte sogar zu einer parlamentarischen Anfrage. Linnemann trat schließlich im vergangenen Sommer sein Amt an und brachte damit Stabilität in die Institution.
Vor dieser Position war Linnemann als Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sowie am Verwaltungsgericht Düsseldorf tätig. Seine Laufbahn begann im Jahr 2000 am Verwaltungsgericht Köln, wo er später auch Abordnungen ins Bundesjustizministerium und ins Justizministerium Nordrhein-Westfalens absolvierte. Zwischen 2009 und 2013 arbeitete er zudem bereits am Oberverwaltungsgericht Münster.
Während der vakanten Zeit übernahmen die beiden Vizepräsidenten die Bearbeitung wichtiger Verfahren, darunter die rechtliche Auseinandersetzung um die Einstufung der AfD durch das Bundesverfassungsgericht. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, wie sich Linnemanns Amtsantritt auf laufende Verfahren auswirken könnte.
Mit Linnemanns Amtsübernahme endet eine lange Phase der Unsicherheit für das Gericht. Seine Erfahrung in verschiedenen juristischen Funktionen soll die Institution künftig prägen. Nach Jahren mit Übergangsregelungen hat das Gericht nun wieder eine dauerhafte Führung.






