CDU Rhein-Berg setzt beim Politischen Aschermittwoch auf neue Wege nach der Trennung von den Grünen
Irena RohtCDU Rhein-Berg setzt beim Politischen Aschermittwoch auf neue Wege nach der Trennung von den Grünen
CDU Rhein-Berg veranstaltete Politischen Aschermittwoch in Bergisch Gladbach
Diese Woche richtete die Cdu Rhein-Berg ihren traditionellen Politischen Aschermittwoch in Bergisch Gladbach aus. Im Bürgerhaus Bergischer Löwe versammelten sich Gäste, um mit dem Ende der Karnevalssaison zugleich den Auftakt für politische Debatten zu setzen. Der neu gewählte Kreisvorsitzende Maurice Winter eröffnete den Abend und betonte die Bedeutung von Verantwortung und überparteilicher Zusammenarbeit in der Kommunalpolitik.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Grundsatzreferat von Johannes Winkel, Bundestagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands. Seine Rede griff aktuelle gesellschaftliche Spannungsfelder auf und löste unter den Anwesenden eine lebhafte Diskussion aus.
Winter würdigte zu Beginn die langjährige Kooperation zwischen der Cdu Rhein-Berg und den lokalen Grünen. Über ein Jahrzehnt hinweg hatten beide Parteien im Rheinisch-Bergischen Kreis eine stabile Koalition gebildet – bis die Cdu die Partnerschaft nach der Wahl 2025 beendete. Trotz dieser Wende dankte Winter den Grünen und der SPD für ihre konstruktive Rolle in den jüngsten Verhandlungen.
Eines der letzten gemeinsamen Projekte der Koalition war der Masterplan für die Bergisch Gladbacher Innenstadt, der am 5. März eingereicht wurde. Der von Cdu, SPD und Grünen unterstützte Antrag zielt auf die Neugestaltung zentraler Bereiche ab, darunter das Zanders-Gelände, das Umfeld des Bahnhofs und die historischen Gebäude der Altstadt. Es handelt sich um das erste große Vorhaben der Parteien seit der Wahl.
Anschließend ergriff Johannes Winkel das Wort und lieferte eine klare, schonungslose Analyse. Er forderte, Deutschland solle sich auf seine Kernkompetenzen besinnen und die drängenden Probleme junger Menschen direkt angehen. Migration, Sicherheit und eine nachhaltige Wirtschaftspolitik standen im Zentrum seiner Argumentation – verbunden mit der Forderung nach klaren politischen Weichenstellungen und entschlossenem Führungshandeln.
Die Stimmung der Veranstaltung blieb trotz kontroverser Themen sachlich und lösungsorientiert. Der Politische Aschermittwoch bot damit nicht nur eine Bilanz vergangener Erfolge, sondern auch einen Ausblick auf künftige Vorhaben. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für offene Debatten – ganz im Sinne der Tradition, die diesen Abend als Forum für ungeschminkten politischen Austausch prägt.
Am Ende stand ein klares Signal der Cdu Rhein-Berg: der Wille zu mutigem politischen Handeln in der kommenden Legislaturperiode. Zwar wurden die bisherigen Kooperationen mit Grünen und SPD gewürdigt, doch rücken nun neue Schwerpunkte in den Fokus. Winkels Rede, die Jugend und nationale Resilienz betonte, gab dabei die Richtung für die künftigen Diskussionen in der Region vor.
Der Masterplan für die Innenstadt bleibt ein greifbares Ergebnis der überparteilichen Zusammenarbeit – auch wenn seine Umsetzung nun unter veränderten politischen Vorzeichen erfolgen wird.






