29 March 2026, 04:33

Dagmar Frederic kritisiert TV-Schlager-Shows – doch nicht die Moderatoren

Eine Frau in einem schwarzen und weißen Outfit aus den 1950er-Jahren singt fröhlich auf einer von einem Scheinwerfer beleuchteten Bühne und hält ein Mikrofon.

Dagmar Frederic kritisiert TV-Schlager-Shows – doch nicht die Moderatoren

Dagmar Frederic, seit sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich zu modernen TV-Musikshows geäußert. Mit ihrem scharfen Witz und einer langjährigen Karriere bekannt, nahm die Sängerin kürzlich Stellung dazu, warum in Sendungen von Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella immer wieder dieselben Stars auftreten. Ihre Aussagen fallen in eine Phase, in der sie trotz bescheidener Rente noch bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne steht.

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Frederic blickt auf 60 Jahre im Schlagergeschäft zurück – ihr Repertoire reicht von Evergreens über Musical-Numbers bis zu Chansons. Anders als viele Kollegen ist sie jedoch selten in den großen TV-Shows von Silbereisen oder Andrea Kiewel zu Gast – und das stört sie keineswegs.

In einem aktuellen Interview verteidigte sie Moderatoren wie Silbereisen und Zarrella und erklärte, dass diese nicht selbst über ihre Gäste entscheiden. Vielmehr läge die Verantwortung für die immer gleichen Besetzungen bei den Redaktionen. Zwar verstehe sie die wirtschaftliche Logik hinter der Einladung bekannter Gesichter, doch billige sie diese Praxis nicht.

Ihre Kritik fußt auf jahrelangen Beobachtungen, denn weder bei Silbereisen noch bei Kiewel war sie je zu Gast. Dennoch bleibt die Künstlerin aktiv: Sie tourt regelmäßig, hat einen vollen Terminkalender und sorgte Anfang dieses Jahres mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Mann erneut für Schlagzeilen – ihr markanter Witz ist unvermindert präsent.

Die Debatte entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Zarrella für 2026 sechs neue Shows plant, zusätzlich zu seinem seit 2021 laufenden Format. Silbereisen moderiert derzeit vier Sendungen. Beide stehen in der Kritik, weil sie immer wieder dieselben Künstler präsentieren – ein Trend, den Frederic zwar anerkennt, aber nicht den Moderatoren selbst anlastet.

Trotz ihrer Branchenkritik zeigt Frederics Karriere keine Ermüdungserscheinungen. Mit Jahrzehnten an Erfahrung und einem prall gefüllten Tourplan bleibt sie eine unverwechselbare Stimme des Schlagers. Ihre jüngsten Aussagen unterstreichen die Spannung zwischen Tradition und kommerziellen Entscheidungen in der TV-Musikunterhaltung.

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