Deutsche Bank verliert finalen Rechtsstreit mit Postbank-Aktionären vor BGH
Irena RohtBGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - Deutsche Bank verliert finalen Rechtsstreit mit Postbank-Aktionären vor BGH
Jahrelanger Rechtsstreit zwischen Deutsche Bank und ehemaligen Postbank-Aktionären endet mit endgültigem Urteil
Der langjährige Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Postbank hat sein finales Ende gefunden. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies die Revision der Bank zurück und bestätigte damit das Urteil einer Vorinstanz zugunsten der Kläger. Im Mittelpunkt des Streits stand die Entschädigung für Aktionäre nach dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung der Deutschen Bank an der Postbank im Jahr 2010.
Der Fall nahm seinen Anfang, nachdem die Deutsche Bank 2010 die Kontrolle über die Postbank übernommen hatte. Dreizehn ehemalige Aktionäre argumentierten, der ihnen gebotene Preis von 25 Euro pro Aktie sei unangemessen gewesen. Sie forderten stattdessen eine Abfindung in Höhe von 57,25 Euro pro Aktie – ein Betrag, der dem Kurs bei der ersten effektiven Übernahme der Kontrolle durch die Deutsche Bank entsprochen hätte.
Das Oberlandesgericht Köln hatte zunächst zugunsten der Kläger entschieden. Die Deutsche Bank legte Revision ein, doch der BGH bestätigte am 11. März 2026 das Urteil. Das endgültige Urteil verpflichtet die Bank zur Zahlung von insgesamt 112 Millionen Euro inklusive Zinsen.
Trotz der Ausgleichszahlung teilte die Deutsche Bank mit, dass die Entscheidung keine Auswirkungen auf die Finanzberichte für 2025 oder 2026 haben werde. Die Bank hatte bereits ausreichend Rückstellungen gebildet, um die Kosten zu decken, und sieht sich daher keiner zusätzlichen finanziellen Belastung ausgesetzt. Zudem gebe es keine Änderungen in der strategischen Ausrichtung oder bei künftigen Übernahmeplänen als Folge des Urteils.
Mit der BGH-Entscheidung endet eine Jahre andauernde rechtliche Unsicherheit für die Deutsche Bank und die ehemaligen Postbank-Aktionäre. Da die Zahlung von 112 Millionen Euro bereits verbucht ist, entgehen der Bank unerwartete finanzielle Folgen. Der Fall markiert damit ein abgeschlossenes Kapitel in den Nachwehen der Übernahme von 2010.






