14 February 2026, 03:28

Dinslaken gedenkt 2026 der Opfer von Hanau und NSU-Terror mit interreligiöser Feier

Ein Denkmal mit der Inschrift "Rassistisches Lied" umgeben von Bäumen unter einem klaren Himmel.

Dinslaken gedenkt 2026 der Opfer von Hanau und NSU-Terror mit interreligiöser Feier

Dinslaken gedenkt am 19. Februar 2026 der neun Opfer des rechtsextremen Anschlags von Hanau

An der Gedenkstätte "10+1 Bäume", einem Ort des Erinnerns an die Opfer rassistischer Gewalt in Deutschland, findet die Veranstaltung statt. Die Organisatoren betonen, dass die Kundgebung ein klares Zeichen gegen Hass und Diskriminierung setzen soll.

Die Feier beginnt um 15:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr im Grünzug Rabenkamp. Im Mittelpunkt steht ein interreligiöses Gebet, das von lokalen Religionsvertretern sowie Schülerinnen und Schülern der Ernst-Barlach-Gesamtschule gestaltet wird. Bürgermeister Simon Panke unterstreicht die Bedeutung, das Andenken an die Opfer wachzuhalten – als Schutz gegen rechtsextreme Ideologien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Gedenkstätte "10+1 Bäume" erinnert an die zehn Menschen, die zwischen 2000 und 2007 vom NSU-Terrornetzwerk ermordet wurden. Neun von ihnen waren Kleinunternehmer türkischer und griechischer Herkunft, das zehnte Opfer eine deutsche Polizistin. Die Anschläge ereigneten sich in acht Städten, darunter Hamburg, wo das Altonaer Museum später eine Ausstellung zu ihren Ehren zeigte.

Die diesjährige Veranstaltung in Dinslaken gedenkt zudem der neun Menschen, die 2020 bei den Schüssen in Hanau ihr Leben verloren. Mit der Gedenkfeier will die Stadt den Zusammenhalt und den Widerstand gegen Rassismus in der Gemeinschaft stärken.

Anwohner, Schüler und religiöse Würdenträger kommen zusammen, um der Opfer zu gedenken. Das interreligiöse Gebet und Reden werden den anhaltenden Kampf gegen rassistische Gewalt thematisieren. Dinslakens Hommage stellt sicher, dass die Geschichten der Opfer im Mittelpunkt der Debatte um Gerechtigkeit und Toleranz bleiben.