28 March 2026, 10:39

Lehrerin soll 16 Jahre lang Gehalt kassiert und heimlich als Heilpraktikerin gearbeitet haben

Plakat mit der Aufschrift "Die Biden-Harris-Regierung schließt Lücken, die zu überraschenden Arztrechnungen führen" mit einem medizinischen Rechnungsgrafik mit einem roten Kreuz, eingerahmt von einem schwarzen Rand auf einem weißen Hintergrund.

Lehrerin soll 16 Jahre lang Gehalt kassiert und heimlich als Heilpraktikerin gearbeitet haben

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel in Nordrhein-Westfalen steht unter Strafverfolgung, nachdem sie mutmaßlich 16 Jahre lang krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit vorgetäuscht haben soll. Während sie ihr volles Gehalt bezog, arbeitete sie als Alternativmedizinerin und nahm sogar an einem Existenzgründungswettbewerb teil. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug und Amtsmissbrauch.

Die Pädagogin befindet sich seit 2009 durchgehend im Krankstand – doch eine amtliche ärztliche Untersuchung wurde nie angefordert. In dieser Zeit soll sie als Heilpraktikerin praktiziert und an einem Gründungswettbewerb teilgenommen haben – Aktivitäten, die ihrer behaupteten Arbeitsunfähigkeit widersprechen.

Ermittler durchsuchten kürzlich ihr Haus in Duisburg und beschlagnahmten Unterlagen sowie digitale Speichermedien. Der Fokus der strafrechtlichen Untersuchungen liegt auf den Jahren 2021 bis 2025, da mögliche frühere Straftaten inzwischen verjährt sein könnten. Zudem prüfen die Behörden, ob ein Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf seine Aufsichtspflichten vernachlässigt hat, indem er die langjährige Abwesenheit der Lehrerin nicht überprüfte.

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Das Land Nordrhein-Westfalen bestätigte, dass die Beschuldigte während der gesamten 16 Jahre ihr volles Gehalt erhielt. Als Reaktion auf den Fall kündigten Beamte an, strengere Kontrollen bei langfristigen oder wiederholten Krankschreibungen einzuführen.

Die Ermittlungen laufen noch, um zu klären, ob die Lehrerin durch falsche Angaben gegenüber dem Staat Betrug begangen hat. Bei einer Verurteilung müssten sie und etwaige für Aufsichtsversäumnisse verantwortliche Beamte mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Unterdessen hat der Fall Forderungen nach einer verschärften Überwachung von Fehlzeiten im öffentlichen Dienst ausgelöst.

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