17 March 2026, 00:40

Dorfens Hemadlenz-Fest bricht mit 4.500 Gästen alle Besucherrekorde

Eine große Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Bäumen, Pfählen, Lichtern und einer Statue gesäumt, mit Gebäuden im Hintergrund und einem bewölkten Himmel mit Ballons, während des Christopher Street Day in Berlin.

Dorfens Hemadlenz-Fest bricht mit 4.500 Gästen alle Besucherrekorde

Dorfens jährliches Hemadlenz-Fest lockte in diesem Jahr mit 4.500 Besuchern einen neuen Rekord

Das lebendige Fest, das am 12. Februar stattfand, bot einen großen Umzug, traditionelle Tänze und die symbolträchtige Verbrennung einer Strohpuppe, um den Winter zu vertreiben. Die Veranstalter beschrieben die Stimmung als ausgelassen und friedlich – dank verstärkter Sicherheitsvorkehrungen verliefen die Feierlichkeiten reibungslos.

Den Auftakt bildete das Fürstenpaar, Prinzessin Nicole I. und Prinz Bernhard I., die aus ihrer Kammer am Unteren Tor traten. Gemäß jahrhundertealter Tradition schlossen sie sich den Feiernden an und tanzten gemeinsam mit der Hemadlenz-Figur. Unterdessen stiegen Bürgermeister Heinz Grundner und Sabine Kuliga-Lenffer, die Präsidentin der Karnevalsgesellschaft, vom Balkon des Rathauses hinab, um sich unter die Menge zu mischen.

Der offizielle Umzug zog sich durch Dorfens Straßen und endete gegen 14:30 Uhr am Marienplatz. Dort wurde die Hemadlenz-Puppe entzündet – ein Symbol für das Ende des Winters. Für das Fest waren Zufahrtsstraßen gesperrt und Parkverbote verhängt worden, sodass die Innenstadt komplett autofrei blieb.

Unter den Teilnehmern befand sich auch die Abordnung aus Armstorf, eine Gruppe von etwa 30 Hemadlenz jeden Alters. Bekannt für ihre musikalischen Darbietungen, spielten sie den Nonnen im Kloster Armstorf und der Familie Prade in Oberhausmehring ein Ständchen. Die Sicherheitsmaßnahmen waren in diesem Jahr so streng wie nie zuvor: Über 5.000 Euro wurden in den Schutz der Besucher investiert. Private Sicherheitskräfte meldeten keine größeren Zwischenfälle, und fast alle Hemadlenz zogen ohne Störungen durch die Straßen.

Der Ruf des Festes als große Attraktion zog zahlreiche Gäste aus der Region an, die Dorfens einzigartige Mischung aus Karnevalsstimmung und Winteraustreibungsritualen erleben wollten.

In diesem Jahr brach das Hemadlenz-Fest alle Besucherrekorde: 4.500 Menschen nahmen an den Feierlichkeiten teil. Dank erhöhter Sicherheit und sorgfältiger Planung verlief alles ohne Probleme. Während die Puppe in Flammen aufging, lebte die Tradition der Wintervertreibung fort – ein weiterer erfolgreicher Höhepunkt für Dorfens geliebtes Fest.

AKTUALISIERUNG

Historische Wurzeln der Dorfener Hemadlenz-Tradition aufgedeckt

Die Hemadlenz-Tradition in Dorfen reicht zurück bis vor die 1899 erfolgte Gründung der Karnevalsgesellschaft. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass das Puppenverbrennungsritual in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Franz Anneser eingeführt wurde. Diese Aktualisierung fügt hinzu:

  • Die Sitte besteht bereits vor der 1899 erfolgten Vereinsgründung.
  • Anneser legte die Prozessionsroute fest und fügte das symbolische Puppenverbrennen hinzu.
  • lokale Führungspersonen wie Anneser und Goggi Thalmeier erhielten das Winterausstoß-Thema als Kerntradition.