Dürr fordert bundesweite Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
Sven BinnerDürr fordert bundesweite Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
FDP-Chef Christian Dürr fordert bundesweite Deutschtests für alle Vierjährigen. Er argumentiert, dass mangelnde Sprachkenntnisse die Bildungschancen von Kindern beeinträchtigen und Schulen gezwungen seien, den Unterricht zu vereinfachen. Sein Vorschlag sieht vor, dass Kinder den Test vor der Einschulung bestehen müssen – oder verpflichtende Fördermaßnahmen erhalten.
Dürr betont, dass die meisten Vierjährigen bereits über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten, um einen solchen Test zu bestehen. Er warnt jedoch, dass viele Kinder derzeit mit unzureichenden Sprachfähigkeiten in die Grundschule kämen, was sich negativ auf ihren gesamten schulischen Werdegang auswirke. Laut seinem Plan dürften nur diejenigen eingeschult werden, die den Test bestehen, während andere gezielten Sprachunterricht erhalten und die Möglichkeit zu einer Nachprüfung bekämen.
Alle 16 Bundesländer haben bereits ähnliche Maßnahmen eingeführt oder diskutiert. Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und andere setzen bereits auf Sprachstandstests oder Förderprogramme im Vorschulalter. Dürr verweist auf Niedersachsen, wo die schriftliche Division aus dem Lehrplan gestrichen wurde, weil Schülerinnen und Schüler mit grundlegenden Deutschkenntnissen kämpften.
Kritik übte er auch an Nordrhein-Westfalens Plan, Schülern zu erlauben, Schulaufgaben in ihrer Muttersprache zu erledigen. Dürr zufolge würde dieser Ansatz die Sprachdefizite nur vertiefen und die Zukunftschancen der betroffenen Kinder weiter einschränken.
Der Vorschlag würde Deutschkenntnisse zur zwingenden Voraussetzung für die Schulaufnahme machen. Bundesländer wie Niedersachsen haben bereits Lehrpläne angepasst, um auf Sprachdefizite zu reagieren. Würde Dürrs Plan umgesetzt, würde er die frühkindliche Bildung grundlegend verändern – durch einheitliche Standards, bevor Kinder das Klassenzimmer betreten.






