Eine Milliarde Frauen tanzt 2026 gegen Gewalt – weltweit und digital vernetzt
Irena RohtTanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Eine Milliarde Frauen tanzt 2026 gegen Gewalt – weltweit und digital vernetzt
Weltweit bereiten sich Städte auf die diesjährige One Billion Rising-Kampagne vor, eine jährliche Bewegung, die mit Tanz gegen Gewalt an Frauen protestiert. Die 2012 von der feministischen Künstlerin Eve Ensler ins Leben gerufene Initiative lenkt die Aufmerksamkeit auf die erschütternde Statistik, dass eine von drei Frauen in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erleben wird. Mit Veranstaltungen von Deutschland bis Kenia verbindet die Ausgabe 2026 weiterhin physische Solidarität mit digitalem Aktivismus.
Die Kampagne startete als Aufruf zum Handeln gegen geschlechtsspezifische Gewalt und forderte Menschen auf, sich an öffentlichen Orten zu versammeln und im Widerstand zu tanzen. Ihr Name bezieht sich auf die geschätzte eine Milliarde Frauen und Mädchen weltweit, die irgendwann in ihrem Leben Gewalt erfahren werden. Im Laufe der Jahre hat sich durch soziale Medien ihre Reichweite erweitert, was globale Koordination und Sichtbarkeit für lokale Proteste ermöglicht.
Das diesjährige Motto ermutigt Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich beim Tanzen zum Lied Women on Fire zu filmen. Die eingesandten Videos werden zu einem kollektiven Collage zusammengeschnitten, das die weltweite Solidarität zeigt. Obwohl die Online-Beteiligung gewachsen ist, betonen die Organisator:innen die Bedeutung der physischen Präsenz – die Rückeroberung von Straßen und Plätzen als sichere Orte für Frauen.
In der nordrhein-westfälischen Region Deutschlands sind rund 30 Veranstaltungen geplant. Duisburg und Detmold richten Tanzproteste als Zeichen der Einheit aus, während die Demonstration in Siegburg unter dem Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" steht. Über Europa hinaus werden große Kundgebungen in Indien, Kenia, Südafrika und auf den Philippinen erwartet, wobei die genauen Teilnehmerzahlen für 2026 Stand Mitte Februar noch nicht bestätigt sind.
Die One Billion Rising-Kampagne 2026 verbindet kreativen Protest mit digitaler Vernetzung, um Gewalt gegen Frauen entgegenzutreten. Durch die Kombination lokaler Demonstrationen mit einem globalen Videocollage wollen die Organisator:innen Stimmen aus unterschiedlichen Gemeinschaften verstärken. Die endgültigen Teilnehmerzahlen und die größten nicht-europäischen Veranstaltungen werden nach Abschluss der Kampagne bekannt gegeben.






