Eurobahn kehrt bis Dezember 2025 zum vollen Fahrplan zurück – nach monatelangen Einschränkungen
Nikolaus SchleichEurobahn kehrt bis Dezember 2025 zum vollen Fahrplan zurück – nach monatelangen Einschränkungen
Eurobahn will bis Dezember 2025 zum vollen Fahrplan zurückkehren
Der Regionalbahnbetreiber Eurobahn, der vor allem in Nordrhein-Westfalen verkehrt, plant bis Dezember 2025 die vollständige Wiederherstellung seines Fahrplans. Das Unternehmen hatte im April 2024 aufgrund massiven Personalmangels zahlreiche Verbindungen gestrichen und einige Strecken auf nur noch eine Zugverbindung pro Stunde reduziert. Durch gezielte Einstellungs- und Schulungsmaßnahmen konnte die Betriebssituation nun stabilisiert werden.
Im April 2024 hatte Eurobahn die Taktung auf wichtigen Strecken wie der RE13, RE3 und RB67 deutlich ausgedünnt. Auf einigen Linien sank das Angebot um bis zu 40 Prozent, wie Karsten Schulz, technischer Geschäftsführer des Unternehmens, bestätigte. Die Kürzungen sollten die Pünktlichkeit verbessern, nachdem die Ausfallraten zuvor stark angestiegen waren.
Durch Personaloffensiven und Schulungsprogramme konnte die Ausfallquote mittlerweile auf 4 bis 5 Prozent der geplanten Zugkilometer gesenkt werden. Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), betonte, dass ein zuverlässiger Betrieb entscheidend sei, um künftige Investoren zu gewinnen.
Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), unter dessen Dach die Eurobahn agiert, muss bis 2027 oder 2028 einen Käufer für das Unternehmen finden. Die aktuellen politischen Vereinbarungen und Streckenverträge laufen bis 2032 aus, weshalb ein neuer Investor notwendig wird. Zu den NWL-Mitgliedern zählen unter anderem Mobilität Ruhr-Lippe, Mobilität Münsterland, der Zweckverband Verkehr Verbund Ostwestfalen-Lippe, das Paderborn-Höxter-Nahverkehrsnetz sowie die Nahverkehrsgesellschaft Westfalen-Süd.
Die Rückkehr zum vollen Fahrplan im Dezember 2025 soll für die Eurobahn das Ende einer schwierigen Phase markieren. Die verbesserte Zuverlässigkeit könnte helfen, vor dem Stichtag 2032 einen neuen Eigentümer zu finden. Ohne einen Käufer bleibt die Zukunft der Strecken – darunter auch Verbindungen nach Niedersachsen und in die Niederlande – ungewiss.






