Extrem überladener Transporter auf der A3 gestoppt – 80 Prozent zu schwer
Nikolaus SchleichExtrem überladener Transporter auf der A3 gestoppt – 80 Prozent zu schwer
Bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln wurde ein extrem überladener Transporter von der Polizei angehalten. Der Fahrer, ein 42-jähriger Mann, gab an, sich auf einer Privatfahrt zu befinden und Gepäck von der Republik Moldau nach Belgien zu transportieren. Die Polizei stellte jedoch schnell fest, dass das Fahrzeug die gesetzlichen Gewichtsgrenzen bei Weitem überschritt.
Der Transporter wog 6.320 Kilogramm – etwa 80 Prozent über dem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Die Polizei verhängte sofort ein Weiterfahrverbot, bis die Ladung reduziert und das Fahrzeug den Straßenverkehrsvorschriften entsprechend sicher war.
Die Beamten nahmen zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro ein, um mögliche Bußgelder wegen der Überladung abzudecken. Der Vorfall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Verstöße in Deutschland ein. So registrierte die Polizei in Sachsen allein im ersten Quartal 2026 bei Lkw- und Buskontrollen 368 Fälle von Überladung, davon 32 schwere Verstöße, die zu Fahrverboten führten. Die Polizei in Sachsen-Anhalt verzeichnete im Februar 2026 bereits 32 Fälle von Überladung oder unsachgemäßer Ladungssicherung.
Der Transporter bleibt bis zur Anpassung an die Gewichtsbestimmungen außer Betrieb. Gegen den Fahrer wurden nun ordnungsrechtliche Verfahren eingeleitet; die Sicherheitsleistung wird im Rahmen des Verfahrens einbehalten. Überladungsverstöße bleiben ein zentraler Schwerpunkt der Verkehrskontrollen in Deutschland.






