21 February 2026, 23:10

Festlicher Gottesdienst zu Mondneujahr in Lindenbergs historischer Kirche

Eine große Gruppe von Menschen auf Kirchenbänken in einer Kirche, mit Bänken, Säulen, Geländern, Bildschirmen, Lampen, Texttafeln, Statuen, Blumenbouquets im Hintergrund und der Decke oben.

Festlicher Gottesdienst zu Mondneujahr in Lindenbergs historischer Kirche

St. Peter und Paul in Lindenberg begeht Mondneujahr mit besonderem Gottesdienst

Die Kirche St. Peter und Paul in Lindenberg wird in diesem Jahr Mondneujahr mit einem festlichen Gottesdienst begehen. Das historische Gebäude, das vor 111 Jahren geweiht wurde, zählt noch immer zu den größten der Region Allgäu. Pfarrvikar Klaus Weber wird in seiner Predigt Rupert Mayer würdigen, einen Jesuitenpater, der für seinen Widerstand gegen das NS-Regime bekannt ist.

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Die 1912 erbaute Kirche war für die damalige Kleinstadt Lindenberg mit nur 4.700 Einwohnern ein ambitioniertes Projekt. Ortsansässige Industrielle finanzierten den Bau, um der Gemeinde ein weithin sichtbares Wahrzeichen zu schaffen. Heraus kam ein monumentaler Sakralbau – 74 Meter lang und 29 Meter breit –, der 1.200 Gläubigen Sitzplätze und weiteren 3.000 Stehplätze bietet.

Besonderer Stolz der Kirche ist ihr Geläut: Mit einem Gesamtgewicht von 18.000 Kilogramm handelt es sich um das schwerste der Diözese. Trotz ihrer Größe finden heute etwa 75 Gottesdienste pro Jahr statt, meist mit überschaubarer Besucherzahl. Die Christmette am Heiligabend bleibt jedoch der bestbesuchte Termin.

Für den Mondneujahr-Gottesdienst rechnen die Verantwortlichen mit 300 bis 400 Gläubigen. Wie bei seltenen Anlässen üblich, wird die Kirche nicht beheizt. Die diesjährige Ausrichtung auf Rupert Mayer lenkt den Blick auf seinen Mut als Kritiker der Nationalsozialisten – eine Einladung, über Glauben und Widerstand nachzudenken.

Der Gottesdienst findet in einem Bauwerk statt, das seit über einem Jahrhundert steht. Auch wenn sich seine Bedeutung für die Stadt gewandelt hat, bleibt die Kirche ein zentraler Ort für wichtige religiöse Feiern. An Mondneujahr wird sie die Gemeinschaft erneut in einem der beeindruckendsten sakralen Räume der Region zusammenführen.