"Flying Tigers": Wie ein Film vergessene Kriegsrouten zwischen Assam und Kunming wiederbelebt
"Flying Tigers": Wie ein Film vergessene Kriegsrouten zwischen Assam und Kunming wiederbelebt
"Flying Tigers" – Ein Film über vergessene Verbindungen zwischen Assam und Kunming
Ein neuer Film mit dem Titel "Flying Tigers" erkundet die in Vergessenheit geratenen historischen, kriegsbedingten und persönlichen Verflechtungen zwischen Assam und Kunming. Unter der Regie von Madhusree Dutta – in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Mi You und dem Forscher Purav Goswani – zeichnet das Projekt nach, wie der alliierte Lufttransport über den "Hump" während des Zweiten Weltkriegs das Leben auf beiden Seiten der Grenze prägte. Was einst als militärische Versorgungsroute begann, entwickelte sich zu einer kulturellen Brücke – eine Verbindung, die der Film nun durch Erinnerungen, unerwartete Bezüge und visuelle Erzählungen wiederbelebt.
Im Mittelpunkt steht der legendäre "Hump"-Luftkorridor, ein riskantes Unternehmen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Flugzeuge überquerten das Himalaya-Gebirge, verbanden Assam in Indien mit Kunming in China und lieferten Munition sowie Nachschub. Die Operation veränderte nicht nur die lokale Ökologie – Tiger drangen in menschliche Siedlungen vor –, sondern verwandelte Kunming in eine pulsierende Metropole. Neben Waffen gelangten auch Schmuggelware wie ein britisches Kolonialklavier in die Stadt und prägten so den Alltag mit fremden Einflüssen.
Die Idee zum Film entstand in einer persönlichen Krise. Duttas Mutter, die an Demenz erkrankt war, begann, Bruchstücke aus Assams Vergangenheit zu erzählen. Diese wiederaufgetauchten Erinnerungen weckten Duttas Neugier auf die Regionalgeschichte und ihre kriegsbedingten Verbindungen zu China. Ein Gespräch mit Mi You während der COVID-19-Pandemie vertiefte die Recherche – beide entdeckten gemeinsame Familiengeschichten, die mit dem Luftkorridor verknüpft waren.
"Flying Tigers" verwebt diese Fäden zu einer spielerischen, doch vielschichtigen Erzählung. Kindertänze, Roadmovie-Szenen und Kunstinstallationen fügen sich zu einem Collage-artigen Mosaik, das auf plakative Erklärungen verzichtet. Stattdessen überlässt der Film dem Publikum das Zusammenfügen der Bezüge – von den deutschen "Trümmerfrauen" bis zur Eisenbahnverbindung Chongqing–Duisburg, vom Kriegschaos bis zu den heutigen Miya-Bauern, die auf den wandelnden Sandbänken des Brahmaputra arbeiten. Heraus kommt eine Reflexion über Hybridität und die Räume, in denen sich Kulturen, Geschichten und Landschaften überschneiden.
Der Film bietet keine einfachen Antworten, sondern präsentiert ein Geflecht von Erzählungen, die mit einer einzigen historischen Route verbunden sind. Er zeigt, wie Krankheit und zufällige Gespräche vergessene Geschichten ans Licht bringen – während die Logistik des Krieges bleibende Spuren in Menschen und Orten hinterlässt. Für die Miya-Gemeinschaft, die in Assam noch immer Diskriminierung erlebt, und für Kunmings verwandelte Stadtlandschaft wirkt das Erbe des Luftkorridors bis heute – sichtbar und unsichtbar zugleich.
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