Fritz Schramma verlässt CDU nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft und kritisiert Kölner Führung
Irena RohtFritz Schramma verlässt CDU nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft und kritisiert Kölner Führung
Fritz Schramma hat die CDU nach fast fünf Jahrzehnten als Mitglied verlassen. Sein Austritt folgt auf Jahre der Frustration über die lokale Parteiführung in Köln. Der langjährige Politiker gab seine Entscheidung diese Woche bekannt.
Als Hauptgrund für seinen Rückzug nannte Schramma die Weigerung der Kölner CDU, Reformen umzusetzen. Trotz jüngster Wahlniederlagen blieben seiner Ansicht nach dieselben Führungskräfte an der Macht. Die schnelle Neuvergabe von Spitzenpositionen wertete er als Zeichen für Machtklammern statt für einen echten Wandel.
Grundsätzlich stehe er weiterhin hinter den Kernwerten der CDU und lobte deren Arbeit auf Landes- und Bundesebene. Doch die Kölner Parteigliederung sei schlecht geführt und neuen Ideen gegenüber verschlossen, so Schramma. In seiner Austrittserklärung rief er jüngere Mitglieder dazu auf, sich für eine Erneuerung einzusetzen.
Schrammas Rückzug unterstreicht die tiefen Gräben innerhalb der Kölner CDU. Sein Reformaufruf setzt die lokale Führung unter Druck, sich mit langjährigen Problemen auseinanderzusetzen. Die Partei steht nun vor Fragen zu ihrer Zukunft in der Stadt.






