25 April 2026, 08:48

Fünf Arbeiter ohne Papiere auf Gladbecker Baustelle festgenommen

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrikhalle mit Arbeitern, die an Maschinen arbeiten, Metallstangen, Pfosten und andere Ausrüstung; Text unten lautet "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik Deutschlands."

Fünf Arbeiter ohne Papiere auf Gladbecker Baustelle festgenommen

Bei einer Baustellenkontrolle in Gladbeck wurden fünf ausländische Arbeiter ohne gültige Papiere angetroffen. Wie die Behörden am 22. Oktober 2025 feststellten, handelte es sich bei den Männern um vier usbekische und einen turkmenischen Staatsbürger. Keiner von ihnen konnte die für eine Beschäftigung in Deutschland erforderlichen Visa oder Aufenthaltstitel vorlegen.

Die Überprüfung wurde gemeinsam vom Zollfahndungsamt Dortmund und dem Ausländeramt Gladbeck durchgeführt. Unter den fünf Festgenommenen war ein Usbeke, der bereits wegen illegalen Aufenthalts in Deutschland auffällig geworden war. Alle wurden vorläufig in Gewahrsam genommen; gegen sie wurden Strafverfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt eingeleitet.

Der Arbeitgeber, ein in Polen ansässiges Unternehmen, steht nun unter Verdacht, gegen das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) verstoßen zu haben. Bei einer Verurteilung drohen dem Betrieb Bußgelder von bis zu 500.000 Euro. Sollte die Strafe 2.500 Euro übersteigen, könnte zudem ein zeitweiliges Verbot für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen verhängt werden. Geldbußen ab 200 Euro werden zudem im Gewerbezentralregister eingetragen.

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Usbekische und turkmenische Staatsbürger benötigen für eine legale Beschäftigung in Deutschland sowohl ein Visum als auch einen Aufenthaltstitel. Die Ermittlungen zu den Umständen der Entsendung der Arbeiter nach Deutschland laufen noch. Die fünf Männer bleiben bis zum Abschluss des Verfahrens in vorläufigem Gewahrsam. Für den Arbeitgeber könnte das Verfahren erhebliche finanzielle Konsequenzen haben.

Für weitere Informationen steht Andrea Münch, Pressesprecherin des Zollfahndungsamts Dortmund, unter +49 231 9571-1030 oder [email protected] zur Verfügung.

Quelle