25 April 2026, 12:53

Fußballgewalt in Deutschland: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Attacken und brutale Fans

Große Menschenmenge in einem Stadion bei einem Fußballspiel, mit einer Bühne rechts, Fahnen, Stangen, einem Bildschirm und der Allianz Arena in München, Deutschland im Hintergrund.

Fußballgewalt in Deutschland: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Attacken und brutale Fans

Gewalt im Zusammenhang mit Fußball in Deutschland zeigt gemischte Entwicklungen, wie aus dem aktuellen Bericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hervorgeht. Zwar haben sich einige Sicherheitsmaßnahmen verbessert, doch die Vorfälle mit Pyrotechnik und gewaltbereiten Fans sind deutlich angestiegen.

In der Saison 2024/2025 gab es einen spürbaren Rückgang der Verletzungen bei Polizeibeamten und Ordnern. Die Zahlen zeigen einen Rückgang um 48 % bei verletzten Polizisten und eine Abnahme um 44 % bei verletzten Ordnern im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden in den drei höchsten Ligen 1.107 Menschen bei Spielen verletzt – ein Rückgang um 17,2 %.

Doch der Missbrauch von Pyrotechnik stieg um 73 % an, mit 4.783 registrierten Verstößen. Allein durch diese Vorfälle gab es 95 Verletzte. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der als gewaltbereit eingestuften Personen um 280 auf etwa 18.000.

Auch der Polizeiaufwand sank um fast 8,8 % und belief sich auf rund 2.622.691 Einsatzstunden. Die Strafverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal gingen um 22 % zurück, wobei 5.197 Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden. Dennoch kam es weiterhin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen außerhalb der Stadien, darunter ein Angriff auf einen Sonderzug in Essen im Oktober 2024.

Stand August 2025 hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fast 600 bundesweite Stadionverbote verhängt, um Ausschreitungen einzudämmen.

Der ZIS-Bericht zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen in der Fußballsicherheit. Weniger Verletzte und ein geringerer Polizeiaufwand deuten auf Verbesserungen hin, doch der Anstieg von Pyrotechnik-Missbrauch und gewalttätigem Fanverhalten bleibt besorgniserregend. Die Behörden setzen weiterhin auf Stadionverbote und die Überwachung von Risikopersonen, um die Sicherheit bei Spielen zu gewährleisten.

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