"Gans am End" löst Wiesbadener Fastnachtsstreit um Markenrecht ab
Eine langjährige Figur im Wiesbadener Fastnachtssonntagszug erhält einen neuen Namen. Der letzte Wagen, der seit zwei Jahrzehnten als "Zugen(d)te" bekannt war, wird künftig "Gans am End" heißen – oder auf Deutsch: "Gans am Ende". Die Umbenennung folgt auf eine Beschwerde wegen Markenrechts und eine überraschende Wendung im Design der Figur.
Fast 20 Jahre lang schloss der "Zugen(d)te"-Wagen ohne Probleme den jährlichen Wiesbadener Karnevalsumzug ab. Die Tradition ähnelt dem Rosenmontagsfinale in Mainz, wo eine vergleichbare Figur das Ende der Feierlichkeiten markiert. Beide Bräuche gehen auf Karnevalspraktiken des 19. Jahrhunderts zurück, haben sich aber durch lokale Eigenheiten und rechtliche Vorgaben unterschiedlich entwickelt.
Das Problem begann, als Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainzer Karnevalsvereins, darauf hinwies, dass "Zugen(d)te" ein geschützter Name sei. Laut seiner Beschwerde dürfe nur Mainz die Bezeichnung rechtmäßig nutzen. Um juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden, entschieden sich die Wiesbadener Veranstalter für eine Umbenennung ihres Wagens.
Doch es ging nicht nur um den Namen. Die Erbauer stellten fest, dass die Figur eher einer Gans als einer Ente ähnelte – der ursprünglichen Inspiration. Statt um den alten Titel zu streiten, akzeptierten sie die neue Identität des Vogels. Der Wagen wird nun die umstrittene Beschriftung ablegen und offiziell als "Gans am End" durch den Zug rollen.
Die umbenannte "Gans am End" wird in diesem Jahr den Wiesbadener Umzug abschließen. Die Veranstalter haben rechtliche Konflikte vermieden, indem sie den markenrechtlich geschützten Text entfernten und die Identität der Figur anpassten. Die Aktualisierung bewahrt die Tradition – und verleiht dem Finale eine frische, leicht gefiederte Note.
Gans am End Debuts at Record-Breaking Wiesbaden Carnival
The renamed 'Gans am End' made its official debut at Wiesbaden's 77-year DACHO jubilee parade on 15 February 2026. The event featured 180 floats and attracted 350,000 attendees under dry conditions. The successful implementation of the name change confirmed the resolution of the trademark dispute while preserving the 20-year tradition.






