Gewaltwelle bei Dortmund-Spielen: 34 Ermittlungen und Stadionverbote nach Ausschreitungen
Irena RohtGewaltwelle bei Dortmund-Spielen: 34 Ermittlungen und Stadionverbote nach Ausschreitungen
Die Dortmunder Polizei hat nach einer Reihe gewalttätiger Vorfälle im Zusammenhang mit Fußballspielen zu Beginn des Jahres 2026 34 strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Delikte reichen von Diebstahl und Körperverletzung bis hin zu Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Die Behörden haben angekündigt, hart gegen diejenigen vorzugehen, die Spieltage für kriminelle Machenschaften nutzen.
Die Probleme begannen im Vorfeld hochkarätiger Partien, darunter ein bewaffneter Raubüberfall vor dem Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Inter Mailand. Weitere Ausschreitungen folgten während Bundesliga-Begegnungen, die zu Massenfestnahmen und Stadionverboten führten.
Der erste schwere Vorfall ereignete sich am 28. Januar 2026, als in Dortmund kurz vor dem UEFA-Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Internazionale Mailand ein bewaffneter Raub verübt wurde. Dies löste eine Welle von Ermittlungen zu fußballbezogener Kriminalität aus.
Bis zum 28. Februar 2026 versuchten Auswärtsfans des FC Bayern München während eines Besuchs im Signal Iduna Park, sich gewaltsam an der Stadionsecurity vorbeizudrängen. Dann brach am 21. März 2026 rund um das Spiel Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV – mit 81.365 Zuschauern, darunter 7.770 Gästefans – das Chaos aus.
Noch vor Anpfiff wurden in der Dortmunder Innenstadt zwei Raubüberfälle gemeldet, bei denen Borussia-Dortmund-Anhänger Fans des Hamburger SV attackierten. Im Stadion zündeten Unbekannte zu Spielbeginn und während der Partie Pyrotechnik. Nach dem Abpfiff umstellten etwa 300 größtenteils vermummte Borussia-Dortmund-Fans die Mannschaftsbusse des Hamburger SV, blockierten deren Abfahrt und gerieten mit gegnerischen Anhängern aneinander.
Die Polizei reagierte mit der vorläufigen Festnahme von 16 Verdächtigen und verhängte gegen 152 Personen Stadionverbote. Die meisten Festgenommenen waren Fans des Hamburger SV, denen vor allem Landfriedensbruch vorgeworfen wird. Zu konkreten Angriffen oder rechtlichen Konsequenzen machten die Behörden bisher keine weiteren Angaben.
Die Vorfälle haben zu 34 laufenden Strafverfahren geführt, die sich auf Diebstahl, Raub, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz beziehen. Die Dortmunder Polizei betonte erneut ihr Engagement, Fußballveranstaltungen nicht zu rechtsfreien Räumen werden zu lassen. Stadionverbote und Festnahmen bleiben bis auf Weiteres in Kraft, während die Ermittlungen andauern.






