11 February 2026, 11:15

GTime löst Debatte über Editoren-Gehälter aus: 4.800 Euro – fair oder zu wenig?

Ein Mann im Anzug und mit zurückgek├Ąmmtem Haar, der ernst dreinschaut, steht in der Mitte einer alten Werbung f├╝r Burnett's Extracts von der World's Fair Route, umgeben von gro├čen, hellgelben Text.

GTime löst Debatte über Editoren-Gehälter aus: 4.800 Euro – fair oder zu wenig?

Deutscher Twitch-Streamer GTime gewinnt rasant an Popularität – doch im Mittelpunkt der aktuellen Diskussionen steht nicht sein Content, sondern das Gehalt seines Editors. Die Debatte über faire Bezahlung von Videobearbeitern in der Streaming-Branche ist erneut aufgeflammt, nachdem bekannte Creator wie Trymacs und Max Schradin ihre Positionen dazu bezogen haben. Im Zentrum der jüngsten Kontroverse steht Enno, GTimes Editor, dessen Einkommen sowohl Kritik als auch Unterstützung auslöst.

Enno erhält von GTime ein festes Monatsgehalt von 4.800 Euro brutto. Zusätzlich bekommt er die Hälfte der Einnahmen des YouTube-Kanals – ein Modell, das GTime öffentlich verteidigt. Der Streamer betont, dass Ennos Leidenschaft und Einsatz die Vereinbarung rechtfertigen, und weist Vorwürfe zurück, Editoren würden wie bloße Produktionsmittel behandelt.

Kritik kam unter anderem vom Kollegen gTasty, der GTimes Bezahlmodell infrage stellte. Der Streamer konterte entschlossen und argumentierte, dass der Wert von Mitarbeitern nicht allein an finanziellen Kennziffern gemessen werden dürfe. Die grundsätzliche Diskussion dreht sich oft um die Bearbeitung von "Reaction"-Content und dessen Einfluss auf die Gewinne der Creator.

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Obwohl es kaum belastbare Daten zu Gehaltsentwicklungen von Editoren in der deutschen Streaming-Szene der letzten fünf Jahre gibt, bleibt das Thema polarisierend. GTime hob zudem hervor, dass sein Team – allen voran Enno – maßgeblich zu seinem jüngsten Erfolg beigetragen habe.

Der Streit offenbart die anhaltenden Spannungen um faire Bezahlung in der Branche. GTimes Modell für Enno – eine Kombination aus Festgehalt und Umsatzbeteiligung – wird unter Creators weiterhin kontrovers diskutiert. Und die Debatte ebbt nicht ab: Immer mehr Streamer mischen sich ein und bringen ihre Perspektiven ein.