Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert digitale Zusammenarbeit zwischen Städten

Wenke Kranz
Wenke Kranz
2 Min.
Eine belebte Stadtstraße mit Fußgängern, Fahrzeugen, Gebäuden und verschiedener städtischer Infrastruktur unter einem bewölkten Himmel.Wenke Kranz

Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert digitale Zusammenarbeit zwischen Städten

Gütersloh startet "Urban Stack" – eine neue Datenplattform für Städte und Gemeinden

Gütersloh hat mit dem Urban Stack eine innovative Datenplattform für Kommunen eingeführt, die den Austausch von Informationen und die gemeinsame Entwicklung digitaler Werkzeuge ermöglichen soll. Das System stößt bereits auf Interesse bei Smart-City-Veranstaltungen in ganz Deutschland.

Fünf benachbarte Kommunen haben nun zugesagt, die Plattform zu testen. Sie unterzeichneten eine Absichtserklärung, um gemeinsam mit Gütersloh den Urban Stack an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Die Plattform wurde konzipiert, um Städten den Datenaustausch und die gemeinsame Erarbeitung digitaler Dienstleistungen zu erleichtern. Zunächst werden Sensordaten erfasst – etwa zu Fußgängeraufkommen, Hochwasserständen oder Mikroklima-Messwerten. Jede teilnehmende Kommune entscheidet anschließend selbst, welche Daten sie teilen möchte und mit wem.

An dem Projekt beteiligen sich Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, Detmold sowie der Kreis Gütersloh. Die Bürgermeister der beteiligten Städte und Gemeinden verpflichteten sich Anfang 2026 offiziell zur Zusammenarbeit. Als Einstiegsgebühr zahlen sie jeweils eine einmalige Netto-Summe von 5.000 Euro für die technische Einrichtung und die Integration von Sensoren, darunter auch Wetterstationen.

Ein Open-Data-Portal ist fest in die Plattform eingebunden und gibt der Öffentlichkeit Zugang zu ausgewählten Informationen. Carsten Schlepphorst, Beigeordneter der Stadt Gütersloh, ist überzeugt, dass der Urban Stack durch eine gemeinsame digitale Infrastruktur Kosten spart und Doppelarbeit vermeidet. Die Stadt bietet das System anderen Kommunen zur Mitnutzung und Weiterentwicklung an.

Obwohl das Interesse an der Plattform auf Fachkonferenzen gewachsen ist, haben sich bisher keine weiteren deutschen Landkreise oder Städte offiziell angemeldet oder konkrete Pläne zur Übernahme bekannt gegeben.

Die ersten fünf Kommunen werden den Urban Stack nach Zahlung der Einrichtungsgebühren nutzen, Sensoren integrieren und festlegen, wie sie ihre Daten teilen möchten. Ziel der Gütersloher Plattform ist es, die digitale Zusammenarbeit zu vereinfachen – bei gleichzeitiger lokaler Kontrolle über die eigenen Daten.

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