Hamburgs erste "Sicherer Hafen"-Schule setzt Maßstäbe im Kinderschutz
Wenke KranzHamburgs erste "Sicherer Hafen"-Schule setzt Maßstäbe im Kinderschutz
Gesamtschule Hamburg-Mitte in Hamburg schreibt an diesem Wochenende Geschichte: Sie wird als erste Schule der Stadt mit dem offiziellen "Sicherer Hafen"-Zertifikat für Kinderschutz ausgezeichnet. Die Anerkennung ist das Ergebnis monatelanger Schulungen des Personals, um Anzeichen von Belastungen bei Schülerinnen und Schülern zu erkennen und betroffenen Kindern gezielt Hilfe zu bieten.
Bereits zu Beginn dieses Jahres startete die Schule ein Pilotprojekt und richtete in Zusammenarbeit mit umliegenden Betrieben, Unternehmen und Vereinen sogenannte "Sicherheitsinseln" ein. An diesen markierten Orten können Kinder im Notfall ihre Eltern anrufen, in einer geschützten Umgebung auf Hilfe warten oder sich an Vertrauenspersonen wenden, wenn sie sich bedroht oder unsicher fühlen.
Das Lehr- und Betreuungspersonal der Schule hat an speziellen Fortbildungen teilgenommen, um frühzeitig zu erkennen, wenn Schülerinnen und Schüler in Krisen geraten, und angemessen reagieren zu können. Ziel der Initiative ist es, den Kindern mehr Selbstvertrauen und Sicherheit zu vermitteln – besonders in schwierigen Situationen.
Unterstützt wird das Projekt vom Hamburger Jugendprogramm "KiJuTe". Langfristig soll das Modell auf weitere Schulen in der Stadt ausgeweitet werden. Die Verantwortlichen hoffen, dass der Ansatz irgendwann sogar bundesweit als Vorbild für den Kinderschutz dienen könnte.
Die offizielle Zertifizierungsfeier findet an diesem Samstag statt und markiert einen Meilenstein für die Gesamtschule Hamburg-Mitte. Da derzeit keine andere Schule in Hamburg die "Sicherer Hafen"-Auszeichnung anstrebt, könnte der Erfolg des Programms in den kommenden Jahren eine breitere Übernahme anregen. Im Mittelpunkt bleibt jedoch stets die sofortige Hilfe und langfristige Begleitung für gefährdete Kinder.






