Herbert Grönemeyer erhält Deutschen Nationalpreis für gesellschaftliches Engagement
Nikolaus SchleichHerbert Grönemeyer erhält Deutschen Nationalpreis für gesellschaftliches Engagement
Die Deutsche Nationalstiftung hat in diesem Jahr den Deutschen Nationalpreis an den Sänger Herbert Grönemeyer verliehen. Der 70-Jährige wurde für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement geehrt. Die jährlich vergebenen Auszeichnungen, die mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert sind, würdigen Persönlichkeiten und Organisationen, die sich für den Zusammenhalt der demokratischen Gesellschaft einsetzen.
In seiner Dankesrede kritisierte Grönemeyer Politiker dafür, in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht klar genug mit der Öffentlichkeit kommuniziert zu haben. Besonders nannte er die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den amtierenden Kanzler Olaf Scholz, denen er vorwarf, in ihren Botschaften zu unbestimmt geblieben zu sein.
Der Musiker rief zu mehr bürgerlichem Engagement auf und betonte, die Zivilgesellschaft brauche keine väterlichen oder mütterlichen Figuren wie eine „Mutti“ oder einen „Vati“. Stattdessen forderte er die Bürger auf, selbst Initiative zu ergreifen. Zur Veranschaulichung zog er einen Vergleich zum Fußball und nannte die Mittelfeldspieler Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović als Beispiele für effektive Teamarbeit auf dem Platz.
Grönemeyer warb zudem für eine optimistische Zukunftsvision und wies Ängste vor dem Kommenden zurück. Neben seiner Auszeichnung wurde ein Förderpreis vergeben, der vor allem Projekte unterstützt, die den Zusammenhalt unter jungen Menschen stärken.
Der Preis unterstreicht Grönemeyers Verdienste um soziale Belange. Die mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Auszeichnungen fördern zudem Initiativen, die Solidarität und Zusammenarbeit vorantreiben. Die Stiftung setzt sich weiterhin für Vorhaben ein, die demokratische Werte festigen.






