Herfords erstes stationäres Hospiz entsteht in historischem Gebäude
Nikolaus SchleichHerfords erstes stationäres Hospiz entsteht in historischem Gebäude
In Herford hat die Umwandlung eines historischen Gebäudes in das erste stationäre Hospiz des Kreises begonnen. Das Projekt unter der Leitung des Architekten Byron-Leigh Brown sieht die Neunutzung des fast 150 Jahre alten Standorts „Unter den Linden 41“ vor. Kürzlich führte Landrat Jürgen Müller die Mitglieder des Stiftungs-Kuratoriums durch die Baustelle.
Das Gebäude diente bis zum Sommer 2024 als Tagesklinik. Nun entsteht dort ein Hospiz mit einer Bruttogeschossfläche von rund 2.200 Quadratmetern und zehn Gästezimmern. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Objekt handelt, müssen alle Umbaumaßnahmen den Auflagen des Denkmalschutzes entsprechen.
Betrieben wird die Einrichtung von der gemeinnützigen Hospiz Herford gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Diakonie. Kerstin Hensel, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks als Trägerorganisation, zeichnet für den Betrieb verantwortlich. Die Stiftung „Zukunft im Wittekindsland“, ins Leben gerufen vom Kreis Herford, übernimmt die Baukosten – unterstützt durch eine Förderung der Sparkasse Herford.
Die Eröffnung des Hospizes ist für den Sommer 2026 geplant. Es soll eine umfassende Betreuung bieten, steht jedoch nicht in Konkurrenz zu ambulanten Hospizdiensten.
Für die Umsetzung des Projekts werden weiterhin Spenden benötigt. Diese können an den Stiftungsfonds oder direkt an das Hospiz bei der Sparkasse Herford überwiesen werden – mit dem Verwendungszweck „Spende – Stiftungsfonds Hospiz- und Palliativversorgung im Kreis Herford“. Ziel der Initiative ist es, die Hospiz- und Palliativversorgung im gesamten Kreisgebiet zu stärken.
