Hunderte protestieren in Nörvenich gegen US-Atomwaffen auf deutschem Boden
Nikolaus SchleichHunderte protestieren in Nörvenich gegen US-Atomwaffen auf deutschem Boden
Rund 150 Menschen versammelten sich heute in der Nähe von Düren, um gegen Atomwaffen zu protestieren. Die Kundgebung fand in Nörvenich statt, wo auf einem Luftwaffenstützpunkt US-amerikanische Atombomben lagern. Die Teilnehmenden forderten deren sofortige Abziehung von deutschem Boden.
Die Demonstration wurde von über 30 Friedensgruppen organisiert, die sich gegen Deutschlands Beteiligung am NATO-Programm zur nuklearen Teilhabe aussprechen. Die Protestierenden skandierten Parolen wie „Nein zu Atomwaffen!“ und zogen in der Nähe des Stützpunkts entlang. Eine Sprecherin verlangte den Abzug aller in Deutschland stationierten Atomwaffen.
Der Protest erfolgte kurz vor einem NATO-Manöver, das in der kommenden Woche beginnt. Deutsche Kampfflugzeuge aus Nörvenich werden an Übungen mit nuklearfähigen Kräften teilnehmen. Die Demonstrantinnen und Demonstranten argumentierten, dass solche Vorbereitungen gegen das Völkerrecht verstoßen.
Neben ihrer Ablehnung von Atomwaffen sprachen sich die Organisatorinnen und Organisatoren auch für den aktuellen Friedensplan im Nahen Osten aus. Sie forderten eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen zwischen Israel und den Palästinensern.
Die Kundgebung endete mit erneuten Forderungen an Deutschland, sich aus der nuklearen Teilhabe zurückzuziehen. Angesichts des bevorstehenden NATO-Manövers kündigten Aktivistinnen und Aktivisten weitere Aktionen gegen die Stationierung von Atomwaffen an. Der Luftwaffenstützpunkt in Nörvenich bleibt ein zentraler Kristallisationspunkt für die Anti-Atom-Bewegung.






