Jannik Mauses Karriere am Scheideweg: Vom Torschützenkönig zum Sorgenkind
Sven BinnerJannik Mauses Karriere am Scheideweg: Vom Torschützenkönig zum Sorgenkind
Jannik Mauses Leihe zum 1. FC Kaiserslautern hat sich nicht bewährt. Der einst torgefährliche Drittliga-Stürmer steht nun vor einer ungewissen Zukunft, da sein Verein über eine vorzeitige Beendigung des Leihgeschäfts nachdenkt. Seine Schwierigkeiten bei Rot-Weiss Essen haben sowohl den Klub als auch den Spieler enttäuscht.
Mause war im Sommer 2022 nach einer starken Saison mit dem FC Ingolstadt in der 3. Liga zu Kaiserslautern gewechselt. In der Spielzeit 2022/23 half er dem Team, in die 2. Bundesliga aufzusteigen, und steuerte in 28 Partien ein Tor sowie eine Vorlage bei. Doch nach dem direkten Wiederabstieg in der Folgesaison brach seine Leistung ein – in 25 Ligaspielen blieb er ohne Torbeteiligung.
Eine Rückkehr auf Leihbasis nach Ingolstadt in der Saison 2024/25 brachte keine Besserung: Zehn Einsätze, kein Tor. 2025 kehrte er fest nach Ingolstadt zurück, wurde jedoch zunehmend defensiver eingesetzt und hatte kaum noch offensiven Einfluss. Seine aktuelle Ausleihe nach Essen sollte seine Karriere wiederbeleben, doch bisher gelangen ihm in sieben Spielen lediglich zwei Treffer – ein Doppelpack beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim II.
Cheftrainer Uwe Koschinat hat Mauses Leistungen öffentlich kritisiert. Der Angreifer wurde häufig nicht einmal in den Spieltagskader berufen, und Essen wird die angebliche Kaufoption über 600.000 Euro voraussichtlich nicht ziehen. Stattdessen erwägt der Verein, die Leihe bereits im Wintertransferfenster vorzeitig zu beenden.
Mauses Karriere hat seit seinen Tagen als Drittliga-Torschützenkönig einen steilen Abwärtstrend genommen. Seine vorherige Leihe in Fürth brachte nur fünf Einsätze, und seine aktuellen Probleme deuten auf einen noch tieferen Leistungseinbruch hin. Essens Entscheidung über seine Zukunft steht vermutlich bald an. Falls die Leihe vorzeitig endet, kehrt er nach Kaiserslautern zurück – der Klub hatte vor nur eineinhalb Jahren noch 600.000 Euro für ihn gezahlt. Derzeit wirken seine Chancen auf eine sportliche Wende jedoch gering.






