Jugendherbergen in NRW kämpfen 2025 mit sinkenden Besucherzahlen und steigenden Kosten
Wenke KranzLeichter Rückgang bei Schulfahrten in Jugendherbergen NRW - Jugendherbergen in NRW kämpfen 2025 mit sinkenden Besucherzahlen und steigenden Kosten
Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen verzeichneten 2025 rückläufige Besucherzahlen. Die Übernachtungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent zurück. Der Rückgang fällt je nach Region unterschiedlich aus, und auch bei den Gästegruppen zeigen sich gemischte Buchungstrends.
In Westfalen-Lippe bleiben Schulklassen mit 42 Prozent aller Aufenthalte die größte Besuchergruppe. Allerdings sank ihre Zahl um 4 Prozent – unter anderem, weil eine große Jugendherberge wegen Renovierungsarbeiten schließen musste. Gruppenbuchungen insgesamt gingen um 11 Prozent zurück, wobei steigende Kosten und ein Mangel an Ehrenamtlichen die Lage zusätzlich verschärften.
Freizeitgruppen machen in derselben Region inzwischen fast 24 Prozent der Gäste aus. Familienreisen blieben dagegen mit einem Anteil von 20 Prozent stabil und zeigten kaum Veränderungen gegenüber den Vorjahren.
Im Rheinland buchten Schulgruppen leicht weniger Übernachtungen und stellen nun 40,2 Prozent des Gesamtaufkommens. Wandergruppen hingegen schwammen gegen den Trend und verzeichneten einen Anstieg der Übernachtungen um 2,2 Prozent. Wie viele Jugendherbergen 2025 vorübergehend schließen oder modernisiert werden mussten, wurde nicht bekannt gegeben.
Der allgemeine Rückgang bei den Übernachtungen spiegelt die wachsenden Herausforderungen für Jugendherbergen wider. Höhere Preise und weniger ehrenamtliche Helfer haben die Gruppenbuchungen belastet, während Renovierungen die Kapazitäten zeitweise verringerten. Einige Segmente wie Wandergruppen wachsen jedoch trotz des allgemeinen Rückgangs weiter.






