03 March 2026, 04:28

Junger Apotheker rettet Barbara-Apotheke in Hamm vor der Pleite

Eine Apotheke mit Glaswänden und -türen an einer Straßenecke, mit Plakaten an den Wänden und einer Straße im Vordergrund.

Junger Apotheker rettet Barbara-Apotheke in Hamm vor der Pleite

Aykut Akkaya, ein 31-jähriger Apotheker, hat die Barbara-Apotheke in Hamm übernommen. Der Schritt folgt auf die Insolvenzanmeldung des früheren Besitzers und ist bereits Akkayas zweiter Apothekenkauf innerhalb von etwas mehr als einem Jahr.

Erst 2023 hatte Akkaya die Zeppelin-Apotheke in Ahlen übernommen. Nach Prüfung der Finanzlage der Barbara-Apotheke stellte er fest, dass diese trotz früherer Schwierigkeiten stabil sei. Die Banken genehmigten den Kauf jedoch nur zögerlich – bedingt durch strengere Kreditrichtlinien und die Anforderung detaillierter Wachstumsprognosen.

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Die Apothekenbranche in Deutschland steht seit Jahren vor Herausforderungen. Allein 2024 schlossen rund 578 Apotheken, etwa 18 Prozent verschwanden in den letzten zehn Jahren vom Markt. Die Gründe für die Schließungen sind vielfältig, doch Akkayas Übernahme fällt in eine Zeit, in der viele unabhängige Apotheken um ihr Überleben kämpfen.

Mittlerweile leitet Akkaya zwei Standorte, an denen jeweils 13 Mitarbeiter beschäftigt sind. Seine Pläne umfassen den Ausbau digitaler Services, um mehr Online-Bestellungen abwickeln zu können, sowie eine stärkere Präsenz in sozialen Medien, um jüngere Kunden zu gewinnen. Zudem möchte er seine Apotheken für alle Altersgruppen attraktiv gestalten und generationenspezifische Angebote schaffen.

Mit der Übernahme der Barbara-Apotheke will Akkaya die Abläufe modernisieren und das Kundenklientel erweitern. Der Kauf festigt seine Position in der Region und setzt ein Zeichen gegen den anhaltenden Trend der Apothekensterben in Deutschland.