16 March 2026, 16:39

Kirchenaustritte in NRW sinken – doch die katholische Kirche schrumpft weiter

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung der St. Erasmus Kirche umgeben von Bäumen und Himmel, unterzeichnet von der deutschen Regierung.

Kirchenaustritte in NRW legen leicht zurück - Kirchenaustritte in NRW sinken – doch die katholische Kirche schrumpft weiter

Katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen verzeichnet 2025 weniger Austritte – aber weiter sinkende Mitgliederzahlen

Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen verlor 2025 weniger Mitglieder durch Austritte als in den Vorjahren. Dennoch sank die Gesamtzahl der Gläubigen weiter – von 5,8 auf 5,6 Millionen. Einige Bistümer meldeten leichte Erholungszeichen, doch Kritiker bleiben skeptisch, ob sich der langfristige Trend damit umkehren lässt.

Im Jahr 2025 traten 84.440 Menschen aus der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen aus – weniger als 2024. Auch das Erzbistum Köln verzeichnete weniger Austritte und gleichzeitig einen Anstieg der Erwachsenentaufen von 199 auf 315. Die Besucherzahlen bei Gottesdiensten stiegen leicht von 90.694 auf 94.638, wobei jedoch nur etwa sechs Prozent der Katholiken im Schnitt sonntags zur Messe gingen.

Trotz dieser Entwicklungen überstiegen Sterbefälle und Austritte weiterhin die Zahl der Neueintritte und Taufen in der Region. Das Bistum Aachen meldete bis März 2025 einen Rückgang der Mitglieder um 4,4 Prozent. Studien zufolge verlassen viele die Kirche aus Unzufriedenheit mit institutionellen Strukturen und der Haltung der Kirche zu modernen gesellschaftlichen Fragen.

Der Kirchenrechtler Thomas Schüller bezeichnete die positiven Zahlen als bloße "Schönfärberei". Er warnte, dass das grundlegende Misstrauen gegenüber der Kirche weiter wachse.

Trotz weniger Austritte: Katholische Kirche in NRW bleibt im Abwärtstrend Obwohl die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen 2025 weniger Austritte verzeichnete, hält der Mitgliederschwund an. Zwar melden einige Bistümer leichte Zuwächse bei Gottesdienstbesuchen und Taufen, doch der Gesamttrend bleibt negativ. Experten verweisen auf anhaltende Herausforderungen, das Vertrauen ehemaliger und aktueller Mitglieder zurückzugewinnen.

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