Kölner Dom führt Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Nikolaus SchleichEintritt in den Kölner Dom für Touristen künftig kostenpflichtig - Kölner Dom führt Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Kölner Dom führt bald Eintrittsgeld für Touristen ein
Der Kölner Dom wird künftig von Touristen ein Eintrittsgeld verlangen. Die Maßnahme kommt angesichts steigender Instandhaltungskosten und knapper werdender Finanzmittel. Gläubige, die an Gottesdiensten teilnehmen, bleiben weiterhin vom Eintritt befreit.
Die Kathedrale, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, zieht jährlich rund sechs Millionen Besucher an. Sie zählt zu den bekanntesten katholischen Kirchen weltweit und beherbergt die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Allerdings gibt es keine verlässlichen Daten darüber, wie sich die Besucherzahlen in den vergangenen fünf Jahren entwickelt haben.
Die Unterhaltskosten für den Kölner Dom werden in diesem Jahr voraussichtlich 16 Millionen Euro erreichen. Um die Ausgaben zu senken, hat die hauseigene Werkstatt ihre Belegschaft bereits von 100 auf 85 Mitarbeiter reduziert. Verantwortliche betonen nun, dass das neue Eintrittsgeld unerlässlich sei, um die laufenden Sanierungsarbeiten zu finanzieren.
Die genaue Höhe der Gebühr steht noch nicht fest. Eine endgültige Entscheidung über die Preise soll in den kommenden Wochen fallen. Die Abgabe wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte in Kraft treten.
Mit der Einführung des Eintrittsgelds soll die langfristige Erhaltung des Kölner Doms gesichert werden. Während Touristen zahlen müssen, bleibt der Zugang für Gottesdienstbesucher kostenfrei. Die Maßnahme spiegelt den wachsenden finanziellen Druck wider, unter dem eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Köln steht.






